Volksbank bleibt auf Wachstumskurs

4.03.2016 Mittelbadische Presse

Trotz miserabler Rahmenbedingungen hat die Volksbank Offenburg ihren Wachstumskurs auch 2015 fortgesetzt. Das deutliche Plus im Kreditgeschäft verhalf dem Unternehmen zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Und 2016 steht die Fusion mit der Volksbank Achern an. VRüdiger Keller. Oberkirch/Achern. Markus Dauber, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Offenburg, mag den Begriff Niedrigzinsphase nicht: »Wir haben längst einen Negativzins« - und der übe massiv Druck auf das Geschäftsmodell der Banken aus. Durch Regulierungswahn, Digitalisierung, Auswirkungen der Demografie sieht Dauber Gesellschaft, Wirtschaft und Politik unter enormem Transformationsdruck. Strategie der Volksbank: die aktive Gestaltung des Wandels. Dass sich das Offenburger Kreditunternehmen damit erfolgreich am Markt behauptet, wurde bei der Bilanzpressekonferenz gestern deutlich: Dauber und Vorstandskollege Andreas Herz legten Wachstumszahlen in nahezu allen Bereichen vor: Um 5,4 Prozent wuchs die Bilanzsumme auf nun 1,735 Miliarden Euro. Das Kreditgeschäft erzielte ein Plus von 11,4 Prozent auf nun 1,345 Milliarden Euro. Wohnbaukredite stiegen um 24 Prozent auf 232 Millionen Euro. Insgesamt unterschrieb die Bank hier fast 2000 Verträge. 60 000 Mitglieder. Das wichtigste Projekt in diesem Jahr ist die Verschmelzung mit der Volksbank Achern (wir berichteten). Beide Banken werfen ihre Stärken in die Waagschale: »Die Volksbank Offenburg legt seit Jahren eine eindrucksvolle Dynamik im gewerblichen und privaten Kreditgeschäft vor«, unterstrich Dauber, »die Volksbank Achern hat deutliche Einlagenüberhänge, die idealerweise genau für dieses Kreditgeschäft als Refinanzierungen eingesetzt werden können.« Damit wachse die Unabhängigkeit von Kapitalmärkten. Die beiden Volksbanken werden von rund 60000 Mitgliedern getragen. Bis Ende Januar lief die Sondierungsphase, die Gespräche seien »äußerst kollegial, konstruktiv und von hohem Vertrauen« geprägt gewesen. Der weitere Fusions-Fahrplan sieht die Unterzeichnung der Verschmelzungsverträge nach den Aufsichtsratssitzungen im März vor, im April sind die Informationsveranstaltungen für die Vertreter geplant, im Juni entscheiden dann die Vertreterversammlungen über die Banken-Fusion. Vorstandschef Markus Dauber ist zuversichtlich, dass die Zustimmung erfolgen wird: Positive Rückmeldungen habe es gegeben, gerade aus dem unternehmerischen Umfeld: »Das richtige Signal zur richtigen Zeit«, gab Dauber die Einschätzung wieder. Nach organisatorischer Zusammenführung könnte die Fusion dann am 22. Oktober abgeschlossen sein.

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