Über die Lässigkeit des Südens

7.06.2016 Mittelbadische Presse

An was denken Sie da? HAMMES: Ich werde mich vor allem beim Maison de l'Emploi in Straßburg engagieren. Junge Elsässer sollen verstärkt für die Ortenau interessiert werden, sei es um hier eine Ausbildung zu absolvieren, sei es um zu arbeiten. Daraus kann sich in jedem Einzelfall eine Win-win-Situation entwickeln. Denn im Elsass ist gerade die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch, und bei uns fehlen immer mehr Auszubildende und Fachkräfte. Ich baue die Brücke zur deutschen Seite auf und kann da die WRO-Kontakte zu Unternehmen und Institutionen sicher sehr gut einsetzen. Wir müssen da den Rhein nicht als Grenze, sondern allenfalls als Nahtstelle sehen, insbesondere beim Arbeitsmarkt also die ganzen 360 Grad und nicht nur den deutschen oder französischen Halbkreis. Daneben gibt es aber bereits auch Aufträge von Unternehmen des WRO-Wirtschaftsbeirates, die ich im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder bei den Kontakten nach Frankreich unterstütze. Aber etwas Luft ist immer noch. Brauchen Sie nicht auch mal einfach Langeweile? HAMMES: Da fällt mir der Satz eines Exilautors ein, ich glaube es war Alfred Kantorowicz, der in den 30er Jahren vor den Nazis nach Südfrankreich geflohen war: »Ach, ich möchte mich mal wieder so richtig ein ganzes Jahr langweilen.« Aber das hat er im Krieg gesagt, kurz bevor er sich aus Marseille in die USA hat retten können. Also, ich jedenfalls brauche keine Langeweile. Ich weiß auch gar nicht so genau, was das ist. Kann Langeweile ein Hort der Inspiration sein? HAMMES: Für mich nicht. Langeweile verdirbt den Verstand, heißt es bei den alten Griechen. Natürlich genieße ich schon mal einen Tag, an dem einfach mal nichts los ist. Da kann ich dann wunderbar über neue Projekte, Bücher und Filme nachdenken, die ich realisieren möchte. Wenn Kinder sich langweilen, dann werden sie kreativ. Wo holen Sie sich Ihre Inspiration für Ihre unzähligen Projekte? HAMMES: Lesen ist für mich Inspiration. Ich lese viel - meist ein Buch am Tag, viel Historisches und Autobiographisches oder Briefwechsel. Beim Lesen stoße ich dann auf Sachen, die mich besonders interessieren. Und dann versuche ich, ein Projekt daraus zu entwickeln. Ein Blick auf Ihre Vita verrät, dass Sie kulturell, historisch und literarisch interessiert sind. Tätig sind Sie ein Leben lang in der Wirtschaft gewesen. War der Broterwerb Mittel zum Zweck, Ihren schöngeistigen Interessen nachgehen zu können? HAMMES: Nein, nie. Dafür haben meine Jobs in Verlagen oder der WRO viel zu viel Spaß gemacht. Bei den »schönen« Sachen mache ich jedoch nur Dinge, mit denen ich auch Geld verdienen kann. Ich schreibe Bücher, damit sie möglichst gut verkauft werden, und drehe Filme, um Honorar dafür zu bekommen; am besten Wiederholungshonorare, für die man nicht noch einmal etwas tun muss. Also bin ich deutlich näher an der Wirtschaft als am Schöngeistigen. Sie haben Jura studiert. War das ein Herzenswunsch? HAMMES: Nein. Eher der meines Vaters. Vor Abschluss des Studiums habe ich ein Volontariat begonnen und bin dann ins Verlagsgeschäft eingestiegen. Sie haben ein Buch über Hexenprozesse geschrieben, verschiedene literarische Reiseführer und Filme gedreht. Wie haben Sie dafür Zeit gefunden? HAMMES: Inzwischen bin ich in einem Alter, wo ich früh wach werde, oft schon um fünf. Ich schreibe jeden Tag drei Seiten oder fünf Minuten Drehbuch. Dann höre ich auf. Das ist mehr eine Frage der Disziplin als der Kreativität. Naja, als jüngerer Mensch haben Sie doch auch gerne mal ausgeschlafen, oder? HAMMES: Ich habe mein Studium, das hauptsächlich aus Basketball als Leistungssport bestand, so schleifen lassen, dass genug Zeit fürs Ausschlafen da war. Aber auch für die drei Seiten. Meine ersten Bücher habe ich noch als Student geschrieben. Jetzt mal ganz konkret: Was machen Sie, wenn Sie am 30. Juni Ihren letzten Arbeitstag bei der WRO beendet haben? HAMMES: Ich bin am Morgen des 1. Juli in Straßburg im Maison de l'Emploi und treffe mich mit Vincent Horvath und Agathe Binnert. Und dann ..... fahren Sie endlich in die Provence. HAMMES: Das kommt sicherlich auch. Aber das ist mit vielen, zugegeben sehr angenehmen Terminen verbunden. Meine Drehbücher zu den laufenden Filmprojekten beschäftigen sich alle mit den Themen Literatur und Gastronomie in Südfrankreich. Also, ich muss da schon runterfahren und das alles organisieren. Aber mit einem Sternekoch morgens um 8 Uhr eine Soße zu köcheln, nachmittags mit der Schriftstellerin Birgit Vanderbeke darüber zu sprechen, wie man seinen Hund für die Trüffelsuche abrichtet, und abends mit den Fischern aus Grau du Roi rausfahren, damit auch die ganze Geschichte einer Bouillabaisse erzählt werden kann - da gibt es weniger anregende Tätigkeiten. Ich gebe auf. Es wird bei Ihnen offensichtlich keinen klassischen Ruhestand geben. Der kulturelle, schöngeistige Teil Ihres bisherigen Lebens wird einfach nach oben gefahren. Stimmt's? HAMMES (LACHT): Genau. Meine Frau hätte vor einem solch klassischen Ruhestand eine ziemliche Angst. Die Küche werde ich ihr schon nicht umorganisieren und auch nicht wie Loriots Papa ante Portas plötzlich für eine Palette Senf Sonderpreise verhandeln. Wir haben über Ihre Projekte gesprochen. Gibt es da so ein Herzensanliegen, das Sie fernab vom Geldverdienen realisieren wollen? HAMMES: Ja. Ich würde gerne ein Buch über deutsche Exilliteratur und die deutschen Tageszeitungen im Frankreich der 30er Jahre schreiben. Aber das ist noch weit weg. Ich bin jetzt mal ketzerisch und sage: Der Rosé in der Provence ist bonbonmäßig, der Rote bleiernschwer und das Essen ist wie in Italien. Warum also Südfrankreich? HAMMES: Sie waren bestimmt in den vergangenen zwanzig Jahren nicht mehr in Südfrankreich. Gerade im Languedoc gibt es viele qualitätsbewusste junge Winzer, deren Rosé immer besser wird. Rote und weiße sind ja eh Spitze. Und über das Essen in Frankreich muss ich nichts sagen, das ist besser als sonstwo auf der Welt - außer natürlich der Ortenau (lacht). Noch mal: Was macht der Reiz der Provence aus? HAMMES: (denkt nach) Also ich liebe sie auch -vor allem das Licht. Und Sie? HAMMES: Ich glaube, es ist der andere Lebensrhythmus. Wir haben die Erfahrung beim Ausbau unseres Hauses gemacht, dass wenn die Handwerker sagen, sie kommen um sechs Uhr in der Früh, dann sind sie auch da. Kurz vor zwölf gibt es den ersten Pastis, dann wird zum Essen ins Restaurant gegangen, und wenn man Glück hat kommen sie um 15 Uhr wieder. Aber nicht immer. Aber wenn es sein muss, sind sie dann auch mal um acht Uhr abends noch da. Es ist zwar diszipliniert, aber mit einer gewissen Lässigkeit, die man bei uns so nicht kennt. Und bei all dem wird nicht weniger gearbeitet als hier. Kommen wir mal zu ernsten Dingen. Was werden Sie nach elf Jahren WRO vermissen? HAMMES: An allererster Stelle meine Kollegen. Dominik Fehringer, der dann völlig zu Recht meinen Job übernimmt und viele neue Impulse geben wird. Christian Leser, der ein hochprofessioneller Organisator von Messen ist und zudem der Schreck unserer Lieferanten, wenn wieder mal etwas billiger werden muss. Und Claudia Schuh, die wie es sich gehört, wenn man mit fremdem Geld umgeht, die buchhalterische und steuerliche Seite genaustens im Griff hatte. Aber auch die kooperative Gremienarbeit mit Unternehmern und Bürgermeistern wird mir fehlen. Ich werde trotzdem nun nicht alle paar Tage bei der WRO aufschlagen und dann meine Ex-Kollegen vom Arbeiten abhalten. Das bestimmt nicht. Das Kapitel ist abgeschlossen. Das Netzwerk der WRO ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen viel wirkungsvoller. Woran liegt das? HAMMES: Die WRO repräsentiert einen Wirtschaftsraum mit mehr als 50 Kommunen und 150 Unternehmen. Diese Verknüpfung von Politik und Wirtschaft ist einmalig in Deutschland und unser Alleinstellungsmerkmal. Das spiegelt sich im Teilnehmerkreis unserer Veranstaltungen. Zunächst lief es in der WRO ja nicht so toll. Es gab zum Beispiel Austritte. Wie haben Sie den Schalter umgelegt? HAMMES: Die WRO hat sich in der Startphase zu viel mit sich selbst beschäftigen müssen und war fast immer im Rechtfertigungsnotstand, warum es sie überhaupt geben müsse. Jetzt konzentrieren wir uns auf zwei Dinge. Wir wollen ordentliche Dienstleistungen für die Unternehmen und die Kommunen erbringen. Also auf Messen, durch Vortragsreihen und die Öffentlichkeitsarbeit sichtbar werden. Die Unternehmen etwa unterstützen wir bei der Beschaffung von Fachkräften und helfen ihnen bei Projekten, wie etwa der Steigerung der Energieeffizienz, durch die Beschaffung von Fördermitteln. Und am besten ist es, wenn ich den Mitgliedern am Ende des Jahres vorrechnen kann, dass sie mehr Geld durch die Mitgliedschaft in der WRO erhalten, als sie reingesteckt haben. Aber »Schalter umlegen« geht nicht allein, da braucht es viele gute Ideen aus Unternehmen sowie vom Kreis und den Kommunen. Und manchmal kam da nur eine Zeitungsnotiz mit der Frage »Wär das nichts für uns?« Und das hat ge klappt? HAMMES: Ja. Ich kann mich an Gesellschafterversammlungen erinnern, da haben wir über die harten Zahlen zwei Minuten gesprochen und anschließend haben wir uns mit neuen Projekten beschäftigt. Allerdings kann man bei einem Budget von einer Million Euro auch nur überschaubar viel machen. Da dürfen wir uns nicht überschätzen. Wir sind zwar der industriestärkste Kreis am Oberrhein, aber dennoch alle zusammen nur eine kleine »Firma«. Alleine Volkswagen hat zehnmal mehr Mitarbeiter als unsere Unternehmen zusammen, von Burda, Duravit und PWO über Herrenknecht. Nussbaum, den Europa-Park und Erdrich bis hin zu den Badischen Stahlwerken, Weberhaus, Edeka und der Koehler Paper Group, um nur mal ein paar der Größeren zu nennen. Wie sieht die Rezeptur für eine ausgezeichnete Wirtschaftsförderung aus? HAMMES: Wir sind so eine Art One-Stop-Agency. Wenn sich jemand bei uns meldet, hat er nur einen Ansprechpartner und nicht mehrere. Und der eine kümmert sich dann um die gewünschten Kontakte, Genehmigungen oder die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit oder die Beschaffung von Fördergeldern. Außerdem sollten Wirtschaftsförderer ihr Licht nicht zu sehr unter den Scheffel stellen. Seit die WRO eine GmbH ist, können wir auf dem Markt ganz anders auftreten. Wichtig ist auch, die Aufgaben klar zu definieren. Unser Job ist Standortmarketing und Öffentlichkeitsarbeit für die Ortenau. Dem wird alles untergeordnet. Manche Dinge könnten wir mit dreieinhalb Stellen auch nicht realisieren, ohne uns zu verzetteln. Sie repräsentieren ganz unterschiedliche Standorte in der Ortenau. Wie sind die alle unter einen Hut zu bekommen? HAMMES: Das ist tatsächlich nicht ganz einfach. Wir schauen bei der Jahresplanung, dass für jeden etwas dabei ist. Von einer Gewerbe-Immobilienmesse in Cannes haben manche Kommunen natürlich nichts. Aber dafür tauchen die dann als Mitaussteller auf drei touristischen Messen auf. Es kommt auf die Mischung unserer Aktivitäten an und darauf, dass es am Ende für die Region gut ist. Gehen wir ins Details. Die Städte Offenburg und Achern haben sich öffentlich gestritten, wer den Zuschlag für ein Edeka-Zentrallager erhält. Gehört es zu den Aufgaben der WRO, da vermittelnd einzugreifen? HAMMES: Nein. Wichtig ist, dass möglichst viel Edeka in der Ortenau bleibt. Eine Standortfrage ist letztlich immer die Entscheidung des Unternehmens. Wenn ein Unternehmen an uns herantritt und sich in der Ortenau ansiedeln möchte, informieren wir die potentiellen Kommunen, organisieren der Firma eine Tour durch die Ortenau, und wenn sie danach mit bestimmten Standorten verhandeln will, ist die WRO raus. Wir würden uns keine Freunde machen, wenn da der Anschein entstünde, wir wären irgendwie parteiisch. Bleiben wir bei Offenburg. Edeka will weg - das ist jetzt hängengeblieben. Das Unternehmen Kirsch siedelt von Offenburg nach Willstätt um. In Offenburg scheint es bei der Wirtschaftsförderung zu klemmen. Bieten Sie in einem solchen Fall Ihre Hilfe an? HAMMES: Vorweg: Wenn Sie sich die wirtschaftliche Entwicklung von Offenburg ansehen, dann sehen Sie, dass da gar nichts klemmt, im Gegenteil. Wenn der Geschäftsführer von Kirsch von uns Hilfe bei der Standortsuche erwartet, dann machen wir das natürlich. Allerdings reicht die Liebe nicht bis Emmendingen oder Baden-Baden. Uns ist wichtig, dass die Unternehmen in der Ortenau bleiben. Welche wirtschaftlichen Herausforderungen kommen in den nächsten Jahren auf die Ortenau zu? HAMMES: Ich sehe vier Punkte. Besonders intensiv müssen wir uns um das Thema Demographie und Fachkräfte kümmern. Mit unserem Projekt »Die Ortenau - wo Milch und Honig fließen« sind wir bundesweit auf Fachmessen, Career Days und Absolventenmessen unterwegs und werben für den Standort. Auf der Hannover-Messe waren wir, zum Teil mit Personalern von Unternehmen, eine Woche unterwegs. Bundesweit haben wir alle Schüler von Technikerschulen eingeladen, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Ihre Kontaktdaten stellen die Fachkräfte direkt in unsere Datenbank ein, und auf die haben die Mitgliedsunternehmen direkten Zugriff. So können die Unternehmen ihren Nachwuchs generieren. Ausbildungsplätze bleiben auch unbesetzt. Wie wird dieses Thema angegangen? HAMMES: Die Zahl der nicht besetzten Lehrstellen ist derzeit noch überschaubar, aber sie wird deutlich anwachsen. In Frankreich hingegen haben wir bei Jugendlichen eine Arbeitslosenquote von 25 Prozent, und die Ausbildung selbst ist zu theoretisch. Daraus könnte sich eine Win-win-Situation ergeben. Allerdings wissen die französischen Eltern den Wert des deutschen dualen Ausbildungssystems noch nicht zu schätzen. In den nächsten zwei Jahren müssen wir da grenzüberschreitend Aufklärungsarbeit leisten und französische Jugendliche mit deutschen Firmen zusammenbringen. Das Maison de l'Emploi und die Arbeitsagenturen auf beiden Seiten haben mit finanzieller Unterstützung auch des Eurodistriktes ein EU-gefördertes Projekt aufgesetzt, das diese Arbeit in den drei kommenden Jahren leisten wird. Und mit Patrick Roger, dem MDE-Präsident, sowie Vincent Horvath, dem Geschäftsführer, und Agathe Binnert als Projektchefin arbeite ich da nach dem 1. Juli eng zusammen. Der Blick in die Zukunft geht also vor allem über die Grenzen hinaus? HAMMES: Richtig, aber vor allem über die nahe Grenze hinaus. Unser Ausbildungsproblem lässt sich nicht durch Kooperationen mit Spanien oder Albanien beheben. In naher Zukunft darf es für junge Menschen kein Problem mehr sein, von Erstein nach Lahr oder Straßburg nach Kehl zur Ausbildung zu fahren. Und die dritte Herausforderung ...HAMMES: ... ist die Digitalisierung der Produktion auch im Mittelstand. Da kann ich jedem nur empfehlen, am 10. Juni zur entsprechenden WRO-Veranstaltung in den Europa-Park zu kommen. Und Nummer vier ist das Thema E-Commerce. Ich bedauere es sehr, dass der regionale Einzelhandel nicht so mitzieht und die Gefahr nicht sieht, dass ihm richtig viel Geld durch die Lappen geht. Ganz anders und viel weitsichtiger die großen Player im Kreis. Markant, Printus, Burda haben gemeinsam mit Volksbank, Edeka und F&S-Dialogmarketing die E-Com Region Ortenau gegründet, die auch von der Stadt Offenburg und der Hochschule unterstützt wird. Die Hochschule Offenburg hat inzwischen sogar zwei E-Commerce-Lehrstühle, die von Printus und Markant auf Jahre hinaus finanziert werden. Und aus dem Pool dieser Studenten wird der Nachwuchs generiert. Noch ein Thema, das in den nächsten Jahren Karriere machen wird? HAMMES: Die Existenzgründungen müssen stärker angeschoben werden. Da gibt es auch in der Ortenau Nachholbedarf. Aber durch die niedrige Arbeitslosenquote ist der Druck gering, den sicheren Arbeitsplatz gegen das unternehmerische Risiko einzutauschen. Warum ist es so schwer, Fachkräfte in eine Region zu holen, wo Milch und Honig fließen? HAMMES: Den meisten ist nicht klar, dass es nicht nur ein Unternehmen gibt, wo sie arbeiten können, wenn es nicht klappt. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer ähnlicher Firmen, die sogar international aufgestellt sind. Das ist kaum jemandem außerhalb der Ortenau bekannt. Gibt es eigentlich Dinge, die Ihnen misslungen sind? HAMMES: Natürlich. Etwa wollten wir ein zentrales Einkaufsmanagement für Kommunen entwickeln. Da hätte man viel Geld sparen können. Doch das war noch zu früh. Manchmal muss man eben warten, bis seine Ideen veralten, bevor sie aktuell werden. Jetzt haben Sie noch einen Wunsch frei. HAMMES: Fürs Interview? Nein, einfach so. HAMMES: Ach, ich wünsche mir, dass »die Reden bei meiner Verabschiedung so kurz werden wie eine Liebeserklärung und nicht so lang wie eine Grabrede«. .... Und das stammt ...HAMMES: ... von Theodor Fontane.

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