Die Karriere-Macher

21.06.2016 Mittelbadische Presse

Das Career Center der Hochschule Offenburg begleitet durchs Studium bis zum Start in den Beruf

VON UNSERER REDAKTION Studium fertig - und ab ins Berufsleben: Damit der Sprung in den Job auch gelingt, dafür bietet das Career Center an der Hochschule Offenburg Unterstützung an. Es richtet sich mit einem facettenreichen Seminarreigen an die Studierenden, hilft ihnen, ihr persönliches Profil zu finden und diese Pluspunkte in den Berufsstart einzubringen. Die jungen Leute werden nicht nur durchs Studium begleitet, sondern auch bis zum ersten Arbeitsvertrag. Als Leiter Ulrich Tjaden vor sechs Jahren mit dem Aufbau des Karrierezentrums an der Hochschule begann, hatte er schlanke fünf Seminare für das erste Semester im Portfolio. Heute legt das Career Center für die sechs Monate eine kapitale Broschüre mit 76 Seiten vor. Und die hat's in sich: Der Bogen der internen Fortbildungsschmiede spannt sich mittlerweile weit. Das Team des Career Centers hilft den jungen Leuten mit Kursen wie »Zeitmanagement« und »Lernen lernen« beim Handling ihres Studiums. Der Schwerpunkt liegt beim Berufseinstieg, so werden Seminare wie »Im Vorstellungsgespräch punkten« und »Online-Bewerbung« organisiert. Darüber hinaus vermittelt das Center wichtige Qualifikationen für den ersten Job. So können sich die Studierenden mit Präsentationstechniken, Personalführung oder auch Konfliktmanagement auf ihre kommenden Aufgaben vorbereiten. Weitere Beratungsfelder sind die Existenzgründung und die internationale Karriere. Das alles läuft auf freiwilliger Basis, es gibt keine Credits fürs Studium. »Wir bieten den Teilnehmern ein Zertifikat an«, erläutert Tjaden. Der Nebeneffekt: Wer sich im Karrierezentrum weiterbildet, macht das zusätzlich zum Studium und ist daher hoch motiviert. Es gibt zwei Einschränkungen: Pro Semester dürfen die Studierenden höchstens an fünf Seminaren teilnehmen. Die maximale Anmeldezahl liegt bei 16 Teilnehmern, so ist konzentriertes Arbeiten garantiert. Das Team hat alle Studierenden auf dem Schirm: die besonders guten und auch die, die in der Strukturierung ihres Studiums Hilfe benötigen. So bieten Tjaden und seine Mitstreiterinnen auch Beratungen für Studierende an, denen ein Abbruch droht, oder die mit einem Studiengang-Wechsel liebäugeln. Was in dieser Phase wichtig ist? »Wir machen konkrete Angebote«, unterstreicht der Leiter des Career Centers, das auch mit vielen Partnern aus der regionalen Wirtschaft verbanden ist. Die breite Vernetzung bringt - wie das Studium an der Offenburger Hochschule selbst - Praxis in die Lerntheorie. So sitzen die Teilnehmer etwa beim Seminar »Simuliertes Vorstellungsgespräch« einem Personalchef, also einem echten Entscheider, gegenüber und auch die anderen Kurse sind nahe an der Praxis konzipiert. »Wir sind immer auf der Suche nach neuen Themen und Partnern«, sagt Tjaden, der mit seinem Team auch ein engmaschiges Monitoring betreibt. »Jeder Kurs wird evaluiert«, informiert Justine Schindler. Sowohl die Career-Center-Mannschaft als auch die Studierenden und der Referent geben ihr Feedback. Die guten Noten können sich sehen lassen - und halten dem bundesweiten Vergleich locker stand. Denn so zufrieden wie die Studierenden in Offenburg sind nur wenige: Während bundesweit knapp 53 Prozent der jungen Leute mit Beratung und Angebot einverstanden sind, haben 82 Prozent der Offenburger Studierenden »sehr zufrieden/zufrieden« auf dem Fragebogen angekreuzt. Damit könne man prima werben, freut sich Tjaden. Die Kunst sei es nun, dieses Level zu halten. So sehr sich Tjaden über das gute Feedback freut: Kritik ist für die Nachbereitung besonders wichtig. »Nur so kann das Angebot immer wieder verbessert werden.« Mit dem TOP-Programm hat das Career Center ein erfolgreiches Projekt auf den Weg gebracht. Seit 2012 werden pro Semester 15 Prozent aller Studierenden zu diesem Programm zugelassen, das besonders hochwertige Workshops beinhaltet. Wer in den Genuss des TOP-Programms kommt? Das entscheidet eine Kennzahl, die sich aus der Anzahl bestandener Klausuren und dem Notendurchschnitt errechnet. Auch die Professoren können Studierende, die beispielsweise durch ihr soziales Engagement auffallen, für das Programm empfehlen. Das TOP-Programm wendet sich an angehendes Führungspersonal, das Kommunikation, Rhetorik und Umgangsformen am Arbeitsplatz trainiert.

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