Dividende bleibt bei sieben Prozent

1.07.2016 Mittelbadische Presse

Das letztes Geschäftsjahr der Volksbank Offenburg in ihrer 152-jährigen Geschichte wurde mit einem positiven Ergebnis von der Vertreterversammlung verabschiedet. Die Bilanzsumme konnte trotz Niedrigstzinsen um 5,5 Prozent gesteigert werden. Die Dividende bleibt bei sieben Prozent. VON VOLKER GEGG Offenburg. Trotz der Niedrigstzinsphase verabschiedete sich die Volksbank Offenburg in ihrem letzten Geschäftsjahr vor der Fusion mit der Volksbank Achern mit exzellenten Zahlen. »Wir nehmen schlechte Nachrichten im Finanzmarkt nicht als Problem, sondern als Herausforderung an«, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Hans Petersen Fritz in der Vertreterversammlung am Montagabend in der Oberrheinhalle. »Es braucht laut Goethe nur drei Buchstaben zum Erfolg, einfach >tun<, betonte Vorstandsvorsitzender Markus Dauber in seinem Geschäftsbericht. Schon frühzeitig hat die Bank auf den elektronischen Zahlungsverkehr gesetzt, neue Geschäftsbereiche außerhalb des Zinsgeschäfts angegangen. »Dies zahlt sich nun bei der derzeit sehr schwierigen Lage für Kreditinstitute für uns aus«, so Dauber. Eine enge Kooperation pflegt die Volksbank seit ein paar Monaten auch mit der Edeka-Bank in Hamburg und das mit der ehemaligen Volksbank Achern ins Leben gerufene Immobilienportal kann erste Erfolge aufweisen. Die Bilanzsumme stieg 2015 von 1645 Millionen Euro auf 1735 Millionen Euro - also um 5,5 Prozent. Das Kreditgeschäft erhöhte sich um mehr als 13 Prozent und liegt nun bei 1210 Millionen Euro. Rund 2000 neue Bauherren finanzierte die Volksbank Offenburg im vergangenen Jahr. Somit stiegen die Wohnbaukredite um mehr als 24 Prozent auf 232 Millionen Euro. Um 17 Prozent stieg der Bestand an Wohnbaukrediten auf 593 Millionen Euro. Um 9,6 Prozent konnten die Kundeneinlagen erhöht werden. Das regulatorisch anerkannte und damit für die Steuerung der Bank relevante Eigenkapital erhöhte sich um 12,3 Prozent auf nunmehr 182,1 Millionen Euro. Als Jahresüberschuss wurden 5,413 Millionen Euro ausgewiesen. Laut Vertreterbeschluss gehen davon 1,409 Millionen Euro direkt in die Dividende für die Anteilseigner, der Restbetrag wird als Rücklagen verbucht. »Gegenüber anderen Genossenschaftsbanken können wir auch in diesem Jahr damit wieder eine siebenprozentige Dividende auszahlen«, sagte Vorstand Andreas Herz. Mehrfach wurde die Volksbank Offenburg im 152. Geschäftsjahr ausgezeichnet, so erhielt das Kreditinstitut 2015 neben dem Genossenschaftspreis auch den Marketingpreis und wurde von der Zeitung »Die Welt« als Testsieger beim Bankentest ausgelobt. Sozial engagiert sich die Volksbank in der Region, sei es mit der seit dem 150. Jubiläum laufenden 1500 Stunden Aktion der Mitarbeiter oder dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Preis für soziales Engagement »Herzenssache«.

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