Jetzt ist die Fusion perfekt

30.06.2016 Mittelbadische Presse

Die Fusion zur größten Volksbank zwischen Mannheim und Freiburg ist perfekt: 99,67 Prozent der Genossenschaftsvertreter der Volksbank Offenburg haben am Montagabend für den Zusammenschluss mit der Volksbank Achern zur neuen »Volksbank in der Ortenau« gestimmt. 511 Mitarbeiter zwischen Lauf und Zunsweier betreuen künftig 125204 Bankkunden. VON VOLKER GEGG Offenburg. Es war eine wirklich historische Vertreterversammlung im 152. Geschäftsjahr der Volksbank Offenburg, am Montagabend in der Oberrheinhalle. Die 299 erschienenen gewählten Vertreter der Anteilseigner hatten nicht nur über das letzte Geschäftsjahr 2015 der Volksbank abzustimmen, sondern auch über den Zusammenschluss der Offenburger Genossenschaftsbank mit der Volksbank Achern. Mit einem klaren Votum von 99,67 Prozent entschieden sich die Vertreter für die Fusion und damit auch für den neuen Namen des genossenschaftlichen Kreditinstituts, Volksbank in der Ortenau eG. Nachdem vor wenigen Tagen bei der letzten Vertreterversammlung der Volksbank Achern 99,17 Prozent für den Zusammenschluss gestimmt hatten, ist damit die Fusion, rückwirkend zum 1. Januar 2016, unter Dach und Fach. Nur eine Gegenstimme musste der anwesende Notar Reinhard Körner bei der durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Hans Petersen-Fritz durchgeführten Abstimmung protokollieren. Damit kann die größte Volksbank zwischen Freiburg und Mannheim ihre Arbeit aufnehmen. Statt wie bisher 88413 Kunden im Geschäftsbereich der bisherigen Volksbank Offenburg werden jetzt 125204 Kunden von 511 Mitarbeitern betreut. 331 Mitarbeiter sind bisher bei der Volksbank Offenburg beschäftigt. Als weitere Absicherung gibt es laut Verschmelzungsvertrag für die gesamten Mitarbeiter nicht nur den üblichen Kündigungsschutz, sondern eine Verlängerung um zwei Jahre. Die neue Volksbank in der Ortenau weist 59148 Mitglieder und somit Besitzer von Anteilsscheinen auf und betreut ein Anlagevermögen von 3,364 Milliarden Euro, bisher 2,085 Milliarden Euro. Vorstand wird größer. Neben den bisherigen 22 Filialen kommen nun 17 Beratungszentren hinzu. Mit der Fusion vergrößert sich gleichzeitig auch der Kreis der Vorstände. Neben den bisherigen Vorstandsmitgliedern Markus Dauber und Andreas Herz kommen die Kollegen aus Achern, Günter Quicker und Clemens Fritz, hinzu. Auch der Aufsichtsrat wird deutlich aufgestockt. Elf Aufsichtsräte wachen derzeit über die Arbeit des Kreditinstituts, zukünftig kommen sieben neue Mitglieder aus Achern hinzu. Einstimmig wurden die neuen Aufsichtsräte Berthold Eckstein, Hans-Peter Fischer, Achim Frank, Alfons Schmälzle, Armin Ossola, Uta Vogel und Ursula Zink-Sackmann von der Offenburger Vertreterversammlung gewählt. Im Herbst werden darüber hinaus die Vertreter der Anteilseigner neu gewählt. Pro 50 Anteilsbesitzer soll zukünftig ein Vertreter ihre Interessen wahrnehmen. »Beide Volksbanken ergänzen sich glänzend«, betonte Vorstandssprecher Markus Dauber. Schon seit Jahren arbeiteten beide Kreditinstitute eng zusammen. Durch die Fusion würden nicht nur Synergieeffekte genützt und Kosten eingespart, auch könnten dadurch zusätzliche Geschäftsbereiche angegangen werden. »Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Sie werden von der Verbesserung und Aufwertung des Produkt- und Dienstleistungsangebots der Volksbank in der Ortenau profitieren«, versprach Dauber.

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