Neues Angebot für Frauen

8.07.2016 Mittelbadische Presse

Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO) erweitert ihr Dienstleistungs-Portfolio um die Kontaktstelle »Frau und Beruf«. Das ist zwar eine Einrichtung in Freiburg, hat aber jetzt eine Kontaktstelle im Technologiepark Offenburg (TPO) in der Spöck. VON HERBERT GABRIEL Offenburg. Seit 20 Jahren arbeitet die Kontaktstelle »Frau und Beruf« erfolgreich in Freiburg, nun wird in den TPO-Räumen in Offenburg eine neue Kontaktstelle ihre Arbeit aufnehmen. Geleitet wird sie von Christine Rösch, die drei Jahre in Freiburg einschlägige Erfahrung sammelte und mit einer 75-Prozent-Stelle in Offenburg ihren Dienst antritt, wurde gestern in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Warum ist die Stelle bei der WRO angesiedelt? Diese Frage beantwortete Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner als WRO-Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Hinweis, dass mit der WRO eine starke Institution mit hervorragenden Kontakten zur Wirtschaft und den Kommunen vorhanden ist, auf deren Netzwerk man zurückgreifen kann. Die WRO beteiligt sich auch mit 25000 Euro an den Kosten, weil man, so deren Geschäftsführer Dominik Fehringer, weiß, dass eine räumlich enge Zusammenarbeit den Zielen dieser Kontaktstelle nur nützlich sein kann. Das Beratungspaket von »Frau und Beruf« ist auf die Lebenssituation der ratsuchenden Frauen zugeschnitten. Es bezieht alle Lebensbereiche ein und gewährt Vertraulichkeit, Ergebnisoffenheit, Unabhängigkeit und Trägerneutralität. Das Angebot richtet sich an alle Frauen aus dem Ortenaukreis, ungeachtet ihre Bildungsstandes, kulturellen Hintergrunds oder Alters, betonte Regine Gensler, Leiterin der Kontaktstelle Freiburg bei der Präsentation. Sie spricht aus Erfahrung, weiß aber auch, dass die Ortenau gegenüber dem dienstleistungsstarken Freiburg mit einer differenzierten Unternehmensstruktur aufwartet. Sie ist sicher, dass bei derzeit in der Region 28000 fehlenden Fachkräften hier ein Standort ausgewählt worden ist, in dem Kooperationen mit Unternehmen erfolgreich praktiziert werden. Was die Flexibilität der Kontaktstelle angeht, so schließen die Partner nicht aus, dass neben der Beratung in Offenburg auch Nachfragen in dezentralen Beratungstagen an verschiedenen Orten bedient werden können. »Denn wir wollen wirtschafts- und arbeitsmarktneutral agieren und ziehen die Bedingungen und Möglichkeiten des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft in unsere Arbeit ein«, sind sich die Protagonisten einig. Das bedeute auch, dass Unternehmen ebenfalls auf die Kontaktstelle zurückgreifen können und ihre Angebote zur Aus- und Weiterbildung, zur beruflichen Orientierung, zur Berufswahl, zum Wiedereinstieg und zur Berufsweg- und Aufstiegsplanung dort unterbreiten. Auch Existenzgründerinnen steht Christine Rösch zur Seite. Mittel aufgestockt Wie wichtig man in der Landesregierung alle Kontaktstellen betrachtet, sieht man daran, dass das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau seinen Finanzierungsanteil von bisher 1,1 auf 2,4 Millionen Euro aufgestockt hat, was aber nur die Hälfte der Kosten deckt. »Aber nur so ist die Finanzierung möglich, denn allein hätten wir eine 75-Prozent-Stelle nicht stemmen können«, machte auch der stellvertretende WRO-Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Erny deutlich.

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