»Wo zum Kuckuck ist die Ortenau?«

23.07.2016 Lahrer Zeitung

Im Auftrag der WRO sind 19 Studenten der Burda-Journalistenschule (BJS) in der Region unterwegs gewesen. Das Ergebnis ist ein Magazin mit Wirtschafts- und Tourismusreportagen, das den Bekanntheitsgrad der Region erhöhen soll. Ortenau (red/vk). Für die Volontäre waren es die ersten Reportagen mit regionalen Interviewpartnern, heißt es in einer Pressemitteilung der Wirtschaftsregion Offenburg/ Ortenau (WRO). Die Nachwuchsjournalisten seien nun stolz darauf, dass die recherchierten Geschichten veröffentlicht wurden - und sie das Magazin gedruckt in den Händen halten können. Der Band verfolgt denselben Auftrag wie die WRO: den Kreis als Wirtschafts- und Tourismusstandort bekannter zu machen. Entsprechend wird am Fuß der Titelseite auch selbstironisch gefragt: »... und wo zum Kuckuck ist die Ortenau?« Innerhalb einer Woche mussten sie ihre Beiträge mit Bildstrecken - die von regionalen Fotografen gemacht wurden - fertigstellen und abgeben. Manfred Hammes, der das Projekt als ehemaliger Geschäftsführer der WRO bis zum Schluss begleitete, stellte bei der Vorstellung des Werks in Offenburg den gelungenen Spagat in den Vordergrund: »Das Magazin können Personaler und die Bundesagentur für Arbeit für die Ansprache von Fachkräften nutzen - aber auch touristische Akteure setzen es zur Umwerbung von Kurzurlaubern auf Messen ein.« Die Themen der »Ortenaureportagen« seien so abwechslungsreich wie die Region selbst. Zigarren, Hundesportler und Bierbrauerinnen Für Kathrin Wölfie habe die Reportage spannend begonnen. Denn sie habe die Ortenau zuvor nur vom Weg von der Wohnung zur Journalistenschule gekannt. Nun sollte sie eine Reportage über Ortenau-Zigarren schreiben. Darin geht es um die ehemalige Seelbacher Zigarrenmanufaktur »Herr Lehmann«, die sich laut der Mitteilung neu erfindet. Eine neue Leitung und ein neuer Standort sollen das Fortleben des Betriebs ebenso sichern wie das traditionelle Handwerk. Stephanie Becker verfasste eine Reportage über Flyball. »Das ist Leistungssport für Hund und Mensch«, so die Volontärin vom Bodensee bei der Präsentation. Sylvia Selinger und ihre Kollegen vom VDH Durbachtal zählen in dem Hundesport demnach zu den Erfolgreichsten Deutschlands. Die dritte im Bunde derer, die bei der Vorstellung über ihre Erlebnisse berichteten, war Anna Suckow. Sie schrieb über »starke Frauen und starke Biere«. Obwohl Bierbrauen noch immer als Männerdomäne gelte, mische eine neue Riege von Brauerinnen die Szene auf: »Sie stellen Biere auf höchstem Niveau her - und das nicht gerade alkoholfrei«, so die junge Journalistenschülerin aus Mannheim. Nikolaus von der Decken, Leiter der BJS, freut sich über die Kooperation mit der WRO. »Die Journalistenschule ist in Offenburg, das hat den Vorteil, das sich die Volontäre ein neues Netzwerk aufbauen müssen«, lobte er den Standort. Auch sei die Ortenau typischer für die Bundesrepublik Deutschland als eine Großstadt wie München: »Alle fangen sozusagen bei Null an und sind nach einigen Wochen bereits eine eingeschworene Einheit. Diesen Effekt hätten wir in einer Großstadt wie Berlin, Hamburg oder München nicht.«

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