Bedingungen sollen besser werden

27.10.2016 Lahrer Zeitung

Kontaktstelle »Frau und Beruf« im Ortenaukreis eröffnet

Nach 100 Tagen im Betrieb ist die Kontaktstelle »Frau und Beruf« im Ortenaukreis am Dienstag offiziell eröffnet worden. Die Einrichtung soll für bessere berufliche Rahmenbedingungen für Frauen sorgen und diese zudem beraten. Seit knapp drei Monaten schon ist das Büro auf dem Gelände des Technologieparks in Offenburg aktiv. Mit einem Vortrag der Buchautorin und Managertrainerin Andrea Lienhart zum Thema »Respekt im Job« wurde die Kontaktstelle für den Ortenaukreis nun auch offiziell eröffnet. Fachberaterin am neuen Standort Offenburg – einer Außenstelle der Freiburger Kontaktstelle – ist Christine Rösch. »Auf Frauen verzichten, heißt Geld vernichten«, zitierte Regina Gensler, Leiterin der Kontaktstelle »Frau und Beruf« in Freiburg, in ihrer Begrüßung einen alten Slogan der Frauenförderung. Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner begrüßte als Vorsitzende des WRO-Aufsichtsrats die Ansiedlung des Büros bei der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO). Denn diese garantiere eine hohe Wahrnehmbarkeit und einen weiten Aktionsradius, so Schreiner. Ministerialrätin Birgit Buschmann wies als Leiterin des Referats Wirtschaft und Gleichstellung im Stuttgarter Wirtschaftsministerium darauf hin, dass die Landesregierung die inzwischen zwölf landesweiten Kontaktstellen »Frau und Beruf« seit 1994 mit 20 Millionen Euro gefördert habe. Die Kontaktstelle Freiburg/ Südlicher Oberrhein erhalte 2016 rund 190 000 Euro. Frauen aus allen Gesellschafts- und Bildungsschichten, die Fragen zu beruflichen Belangen haben, können sich für einen persönlichen Beratungstermin anmelden und sich kostenlos, professionell und vertraulich informieren, wie die Verantwortlichen mitteilen. Dabei könne es um Themen wie Aus- und Weiterbildung gehen, aber auch um berufliche (Neu-)Orientierung, Berufswahl, Wiedereinstieg, Berufsweg- und Aufstiegsplanung sowie Stellensuche, Bewerbung und Existenzgründung. Neben diesem konkreten Beratungsangebot setzt sich die Kontaktstelle für bessere berufliche Rahmenbedingungen für Frauen ein. Dazu kooperiert sie mit Akteuren aus Politik, Bildung und Wirtschaft und bringt in Gremien den Blickwinkel von Frauen ein. Unternehmen informiert sie gezielt über die Möglichkeiten und Chancen familienbewusster Personalarbeit. Auch Unternehmen, so betonen die Verantwortlichen, profitierten von der Einrichtung. Denn die Kontaktstelle unterstütze mit verschiedenen Maßnahmen und Projekten die Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen. Organisatorisch ist die neue Außenstelle bei der WRO angesiedelt und wird von ihr auch finanziell unterstützt. Mit dem nun erfolgten Ausbau will das Land die regionale Abdeckung des Bedarfs verbessern und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und weiteren Kooperationspartnern ausbauen. Lienhart warb in ihrem Vortrag für mehr Respekt am Arbeitsplatz. Eine »Kultur des gegenseitigen Respektierens auf Augenhöhe« – auch über Hierarchien hinweg – führe zu einem besseren Betriebsklima und zu einer positiven Unternehmenskultur, von der alle Mitglieder einer Firma profitierten und die am Ende sogar zu Gewinnsteigerungen führen könne. Das Offenburger Büro der Kontaktstelle »Frau und Beruf Freiburg – Südlicher Oberrhein« befindet sich in der Straße »In der Spöck« 12 in Offenburg.

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