Lob für den Hochschulstandort Offenburg

28.10.2016 Badische Zeitung

473 Absolventen der Angewandten Wissenschaften in der Oberrheinhalle Offenburg feierlich verabschiedet / Praxisnahes Studium eröffnet beste Chancen

Imposant und ehrwürdig sind auch in diesem Jahr die Absolventen der Hochschule Offenburg verabschiedet worden. Rund 900 Festgäste, Familienmitglieder und Freunde der Studenten lauschten in der Oberrheinhalle dem musikalischen Auftakt des Hochschulorchesters. Das Stück „Summon the Heroes“, das Herbeirufen der Helden, sei nicht etwa zufällig ausgewählt, unterstrich Hochschulrektor Winfried Lieber die Bedeutung der Feierlichkeit für die 473 Absolventen. „Ein erfolgreicher Abschluss war schon immer ein wichtiger Schritt“, betonte er und beglückwünschte die jungen Frauen und Männer in den ersten Reihen. Denn ganz egal, ob diese eine Karriere in der Industrie oder eine akademische Laufbahn anstrebten, mit der Urkunde der Hochschule Offenburg habe man einen überaus anerkannten Abschluss in der Tasche. „Die Hochschule in Offenburg wird ihrem regionalen Auftrag mehr als gerecht“, lobte auch der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Horst Hippler. Insgesamt 230 Absolventen, also fast die Hälfte, kommen aus der Ortenau. Weiter gratulierte der Präsident zum erfolgreichen Abschluss, von dem er sicher ist, dass „gerade die Absolventen der angewandten Wissenschaften durch das duale System, mit Praxis und wissenschaflticher Tiefe, die besten Voraussetzungen für den Arbeitsmarkt mitbringen.“ SeinWunsch für die Zukunft der innovativen Hochschule: Mehr Förderung von Forschung und Entwicklung. Fast aufs Stichwort tapste dann der in der Hochschule entwickelte Fußballroboter „Sweaty“ auf der Bühne herum. Denn da stand schon BWL’erin Daria Belmak aus der Ukraine, die ihre Auszeichnung vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für besondere akademische Leistung und soziales Engagement herzlich entgegennahm. Nach einem Grußwort des Vereins der Freunde und Förderer der Hochschule durch Helmut Schareck verabschiedeten die Studiendekane nach und nach ihre Schützlinge. Die größte Gruppe stellten mit 149 die Absolventen der Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens, gefolgt von den 117 Maschinenbauern und Verfahrenstechnikern. Besondere Worte richtete Studiendekan Thomas Baumgärtler an den Nachwuchs: „Ich wünsche Ihnen vor allem Vertrauen in sich selbst. Denn je mehr man weiß, umso mehr wird einem das Nichtwissen bewusst. Wer forscht, hat mehr Fragen.“ Ein heiterer und authentischer Rückblick auf die Studienzeit gelang dem 82- köpfigen Abschussjahrgang Medien und Informationswesen mit eingespielten OTönen ihrer Kommilitonen. Die kleinste Gruppe der deutschsprachigen Studiengänge bildeten die 77 Absolventen aus dem Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Kleiner vielleicht, aber dafür ein Höchstmaß an kultureller Vielfalt, machten die 48 Studenten der Graduate School auf der Bühne aus, die stolz ihre Urkunde über die in Englisch gehaltenen Studiengänge entgegennahmen. Den offiziellen Teil der Feier schloss Absolventin Marina Koch mit ihrer unterhaltsamen Rede ab, in der sie prägnante Stationen ihres Studiums Revue passieren ließ – mit einem lächelnden und weinenden Auge. Oder wie sie passend Arthur Schnitzler zitierte: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“

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