WRO übernimmt die Nachwuchsförderung

23.11.2016 Mittelbadische Presse

Aufgaben des Technologieparks Offenburg gehen auf dieWirtschaftregion über / NeuerBereichsleiter

Die Kooperation zwischen der Stiftung des Technologieparks Offenburg (TPO) und der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO) ist vertraglich besiegelt. Zum Jahreswechsel startet die Förderung des unternehmerischen Nachwuchses unter der Regie der Ortenauer Wirtschaftsfördergesellschaft. »Die Gründungsberatung befindet sich im Umbruch. Es ist der richtige Zeitpunkt, den Technologiepark nach erfolgreichen Jahren in ein regionales Innovationszentrum zu überführen«, sagte WROGeschäftsführer Dominik Fehringer anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Trotz der neuen Aufgabenverteilung bleibt die Stiftung des Technologieparks als Eigentümerin derGebäude erhalten. »Mit der Übernahme weiterer Aufgaben im Bereich der Existenzgründung stellen wir den Technologiepark auf eine breitere Basis. Er bekommt eine stärkere regionale Ausrichtung «, sagte die Offenburger OB und Stiftungsratsvorsitzend Edith Schreiner. Gründer aus der gesamten Region werden in Zukunft einen einheitlichen Ansprechpartner haben. Mit einem breit aufgestellten Beratungsangebot für alle Nachwuchsunternehmer aus dem Gebiet der WRO sollen diese unterstützt und damit die Innovationsfähigkeit der Region gestärkt werden. Ziel sei eine umfassende Begleitung von Existenzgründern in allen Gründungsphasen. Der aktuelle Leiter desTPO, Bruno Schwelling, wird seine Tätigkeiten zum Jahresende niederlegen. Er leitete den Technologiepark – hier können sich Start-ups zu vergleichsweise günstigen Preisen Büroräume anmieten – seit 2012 auf ehrenamtlicher Basis. Bei der WRO wird nun eine neue Stelle für einen Bereichsleiter geschaffen. SeinName steht auch schon fest: Florian Appel. Der 37-Jährige ist im Moment als »Head of Corporate and HR Marketing« beim Industrieunternehmen Benteler in Salzburg tätig. Unter dem Landesschnitt Die Neuordnung der Geschäfte des TPO hängt auch damit zusammen, dass die Ortenau bei der Zahl der Unternehmensneugründungen unterhalb des baden-württembergischen Durchschnitts liegt. Laut Statistischem Landesamt gab es im ersten Halbjahr 2016 besonders vieleGründungen in Baden-Baden und Mannheim. Pro 1000 Einwohner entstanden dort 1,6 beziehungsweise 1,4 neue Betriebe. Landesweit lag die Zahl bei 0,7 pro 1000 Einwohner. Der Ortenaukreis liegt mit 0,6 noch leicht darunter.

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