400 Schüler an der Hochschule

21.11.2016 Mittelbadische Presse

Studieninformationstag in Offenburg: Lernen für den späteren Beruf und für den persönlichen Bereich

Rund 400 Schülerinnen und Schüler sind zum Studieninformationstag an die Hochschule Offenburg gekommen. Das Interesse am Angebot auf dem Campus war groß, heißt es in einer Mitteilung.

»Die Studienwahl ist eine höchst persönliche und höchst relevante Entscheidung «, betonte Prorektor Thomas Breyer-Mayländer, nachdem er nach Hochschulangaben rund 400 Schüler zum Studieninformationstag begrüßt und die Hochschule Offenburg mit ihren Studiengängen, Voraussetzungen, dem Bewerbungsverfahren und jeweiligen Abschlussmöglichkeiten vorgestellt hatte. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften erwarte die Schüler ein an Berufsbildern orientiertes Studium. Ziel dessen sei, mit dem Abschluss eine berufsrelevante Qualifikation zu erwerben. Weil der Beruf auf dem weiteren Lebensweg eine zentrale Rolle spiele, gelte es, diese Entscheidung selbst zu treffen. Eltern sollten laut demProrektor nur beratend und unterstützend begleiten, nicht jedoch dem Nachwuchs die Entscheidung abnehmen, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Doch wie gelingt dann die richtige Wahl bei insgesamt 17263 verschiedenen Studiengängen, die derzeit in Deutschland an 444 Hochschulen angeboten werden? Laut Breyer- Mayländer indem die Schüler für diese Entscheidung ihre Eignung und Neigungen als Maßstab heranziehen, jedoch dabei die Praxisorientierung und die Berufschancen nach dem Studium bedenken. Nicole Diebold, Schulkoordinatorin vom MINT-College der Hochschule Offenburg, verwies auf das Angebot zum Schnupperstudium am Campus Offenburg und Gengenbach. Für die Dauer von einem bis drei Tage können Schüler an der Seite eines Mentors den Studienalltag mit Vorlesungen, Seminaren und Übungen mitmachen und so ein Gefühl für Fach und Studentenleben bekommen. Professor Bernhard Denne ging der Pressemitteilung zufolge auf das Thema »Von der Schule zumStudium – Gemeinsamkeiten und Unterschiede« ein. Er verglich das Studium und dessen Vorlesungs- und Prüfungsphasen mit einer Buckelpiste im Skigebiet und riet von einem »Ich schau mal, was passiert« ab. Als Student müsse man lernen, einen Plan für sich selbst zu erstellen, zu priorisieren, sich mit Lerntechniken und in Lerngruppen zu organisieren und im Idealfall Lehrveranstaltungen vor- und nachzubereiten. Auch persönlich biete das Studium Chancen, etwa in einerWGzulernen, seinWohnen und die allgemeine Lebensadministration mit Kochen, Waschen, Bürokratie selbst zu organisieren. Zudem sei Engagement in Hochschulgremien für spätere Bewerbungen von Vorteil. Sein Tipp fürs Gelingen des Studiums inklusive Erwerb von Soft Skills lautete: sich selbst, das Gegenüber, die Umgebung zu kennen und zu kommunizieren.

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