Fusion war ein voller Erfolg

25.11.2016 Mittelbadische Presse

Volksbank der Ortenau präsentierte positive Bilanz für Achern / 500 Mitarbeiter für 133000 Kunden

Die Fusion der Acherner und Offenburger Filialen zur neuen Volksbank in der Ortenau war laut der Genossenschaft ein Erfolg. Die Zahlen für Achern präsentierte das Finanzhaus vor mehr als 500 Mitgliedern und Gästen im Kurhaus Alde Gott in Sasbachwalden.

Die Volksbank habe die »Fusion erfolgreich gemeistert und noch mehr Schlagkraft entwickelt«, sagten die Vorstandmitglieder Markus Dauber, Clemens Fritz und Andreas Herz. Die drei trugen am Dienstag im Kurhaus Alde Gott die Bilanz der Volksbank in der Ortenau aus Acherner Sicht vor. Für die Unterhaltung sorgten Reisejournalist Markus Dauber mit seinen Bildern zum »Abenteuer Ozean« und HITRADIO-OHR-ModeratorMarkus Knoll. Die Eintragung der Volksbank in der Ortenau in das Genossenschaftsregister erfolgte am 7. Oktober. Damit wurden auch die technischen Systeme der Standorte Offenburg und Achern zusammengelegt. Bei einer solchen Fusion müssten mehr als 2000 einzelne Aufgaben und Fragestellungen geprüft und ausgeführt werden, damit der normale Bankbetrieb am Tag danach wieder reibungslos vonstatten gehen kann, hieß es. Nach der Zusammenlegung ist die »neue« Volksbank nach eigenen Angaben mit rund 2,7 Milliarden Euro Bilanzsumme die größte Volksbank zwischen Mannheim und Freiburg und eine der fünf größten in Baden-Württemberg. Derzeit betreuen rund 500 Mitarbeiter die zirka 125000 Privatund 8000 Firmenkunden. Diese haben ein Kreditvolumen von rund zwei Milliarden und Anlagen über etwa 3,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital belaufe sich auf annähernd 300 Millionen Euro. »Die Chancen ergeben sich konkret aus der schieren Größe der Bank«, sagte Vorstandmitglied Herz laut Mitteilung. Die gesetzlichen Groß- und Höchstkreditgrenzen hätten sich durch den Zusammenschluss deutlich erhöht. Die Großkreditgrenze habe sich von rund 20 auf 29 Millionen Euro vergrößert, die gesetzliche Hochstkreditgrenze von rund 50 auf rund 73 Millionen. Durch die Fusion würden außerdem Kosten wie die durch externe Prüfer eingespart. Im Vergleich zu anderen Banken sei die Volksbank in der Ortenau auf der Aktivseite wieder deutlich stärker gewachsen – nämlich um7,2 Prozent auf nun 1,9 Milliarden Euro. Bis zumEnde des Jahres werde sogar einWachstumvon zehn Prozent erwartet, hieß es weiter. Durch die »extrem niedrigen Zinsen« wachse auch das Baufinanzierungsvolumen. Allerdings herrsche auch ein enormer Preisdruck. Per Saldo könne die Bank ein Wachstum von 14,2 Prozent auf 873 Millionen Euro aufweisen. Ein Plus von 20 Prozent zum Ende des Jahres scheine daher im Bereich des Möglichen. Im Bereich des »Direktvertriebs Immobilienfinanzierung « wachse die Bank seit drei Jahren. Beim Einlagengeschäft sagte Vortandsmitglied Herz, dass die Negativzinsen »in der Tat ein echtes Problem« seien. Denn eine Verzinsung gebe es faktisch in keinem Produkt mehr. Die Umlaufrendite sei seit Juni negativ und liege aktuell bei 0,17 Prozent. Dennoch habe die Genossenschaftsbank im Privatkundengeschäft ein Wachstum von rund zwei Prozent erzielt. Im Depotbereich, der zum Beispiel Fonds, Aktien, Anleihen oder Zertifikate beinhaltet – wachse die Bank stark. Hier könne ein Plus von vier Prozent verbucht werden. Bei den Einlagen der Firmenkunden müsse man dagegen einen Rückgang von 6,7 Prozent hinnehmen. Der Rückgang sei seit der Ankündigung von Negativzinsen zu spüren. Sobald das Thema flächendeckend Bestandteil der Preisstrategien ist, würde sich das wieder nivellieren, ist der Vorstand überzeugt.

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