Geld fließt in den Drohnenbau

22.02.2017 Mittelbadische Presse

Die Hochschule Offenburg ist an drei Projekten der Wissenschaftsoffensive Interreg Oberrhein beteiligt. Dabei geht es unter anderem um den Bau einer Drohne.

Für die zweite Ausgabe der Wissenschaftsoffensive Interreg Oberrhein sind mit einem Gesamtbudget von 7,6 Millionen Euro, sieben Exzellenz-Projekte ausgewählt worden. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften am Oberrhein, die sich zur Allianz TriRhenaTech zusammengeschlossen haben, sind Projektträger von vier Projekten und sind an zwei weiteren Projekten beteiligt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Hochschule Offenburg hervor, die an TriRhena-Tech beteiligt ist. Sie ist an drei der Projekte beteiligt.

Wissenschaftsoffensive

Die Wissenschaftsoffensive ist eine Initiative des Interreg-Oberrhein-Programms, zusammen mit der Region Grand Est in Frankreich und den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ziel dieses Förderinstruments ist die Unterstützung von exzellenten grenzüberschreitenden Forschungsprojekten in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein heißt es in der Pressemitteilung der Hochschule.

TriRhenaTech

Die im Oktober 2014 gegründete Allianz TriRhenaTech umfasst die französischen Elitehochschulen des Netz Alsace Tech, die deutschen Hochschulen von Kaiserslautern, Karlsruhe, Offenburg und Furtwangen sowie die Schweizer Fachhochschule Nordwestschweiz.

Die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Hochschulen sowie die Entwicklung von gemeinsamen Forschungsprojekten sind Hauptziele dieser Hochschulallianz. Winfried Lieber, Rektor der Hochschule Offenburg und Sprecher der Allianz, erwähnt: »Durch die Gründung der Allianz können Forscher erfolgreich erreicht werden, grenzüberschreitende Forschungskonsortien schnell gegründet und wirksam in ihre Antragstellung begleitet werden.« Die Projekte beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Themenwiemedizinischer Robotik, Drohnen oder der photokatalytischen Reinigung von pestizidbelastetem Wasser. Projekte der Hochschule Das ELCOD Konsortium, an dem auch die Hochschule beteiligt ist, wird an der Entwicklung und Demonstration Drohnen mit einem Gewicht von 25 Kilogramm und Reichweiten von mehreren tausend Kilometern arbeiten. Neben einem herkömmlichen thermischen Antriebssystem wird der Einsatz eines Brennstoffzellenantriebs als mögliche Alternative näher untersucht, schreibt die Hochschule. Zusätzlich soll das Fluggerät allwettertauglich sein.

EBIPREP

In einer Region, in der die Holzindustrie eine wichtige Komponente der lokalen Wirtschaft ist, stellen die letzten Innovationen dieser Industrie, insbesondere die Trocknungsverfahren, neue Herausforderungen an die Abfallentsorgung, erläutert die Hochschule.

Das Projekt EBIPREP wird von einer interdisziplinären Forschergruppe, bestehend aus Chemikern, Prozessingenieuren und Bioprozessingenieurensowie Physikern, die auf Sensoren und Prozesssteuerung spezialisiert sind, durchgeführt. Ihr Ziel sei  es, neue Lösungen für die Nutzungswege von Holzhackschnitzeln und den bei der mechanischen Trocknung anfallenden Holzpresssaft zu entwickeln, heißt es in der Mitteilung. Neben der Hackschnitzelvergasung und der katalytischen Reinigung des Holzgases steht die Nutzung des Holzpresssafts in Biogasanlagen und bei der biotechnologischen Wertstofferzeugung, etwa bei der Enzymherstellung, im Vordergrund.

PHOTOPUR

Im Herzen der Trinationalen Metropolregion Oberrhein ist der Weinbau sowohl historisch als auch ökonomisch betrachtet von zentraler Bedeutung, erläutert die Hochschule. Dennochwerden in diesem Gebiet große Mengen an Pestiziden (PSM-Wirkstoffe) eingesetzt, die Auswirkungen auf die Qualität der Oberflächengewässer und der in Kläranlagen aufbereiteten Gewässer haben.

Um die Qualität des Wassers zu verbessern und eine ökotoxikologisch relevante PSM-Konzentration und deren Auswirkung auf Lebensformen in Gewässern zu vermeiden, wird im Rahmendieses Forschungsprojekts, an dem auch die Hochschule mitwirkt, ein photokatalytisches System entwickelt, das zu einem Abbau von PSM-Wirkstoffen im Abwasser oder Oberflächengewässer führt.

Weitere Projekte

Halfback setzt sich mit der Auswertung von Daten aus Maschinen in der Produktion auseinander. Ziel ist es, Fehler frühzeitig zu erkennen, teilt die Hochschulemit. Die TriRhena-Tech Hochschulen wollen bei Spirits, für die Chirugie Roboter als Assistenzsyteme entwickeln, um so eine hybride bildgestützte Chirurgie zu ermöglichen.

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