Ergebnis motiviert die Stadt

7.03.2017 Mittelbadische Presse

Oberbürgermeisterin Edith Schreiner freut sich: »Ein externer Gutachter hat uns bestätigt, dasswir mit unseren Klimaschutzbemühungen auf dem richtigen Weg sind.« Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte stimmt zu: Aus dem ersten Audit ist man mit über 66 Prozent herausgegangen.

50 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl benötigt eine Kommune, um als »Europäische Klimaschutz- und Energiekommune« ausgezeichnet zu werden. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller überreichte in Friedrichshafen Oberbürgermeisterin Edith Schreiner die Auszeichnung.

Er hob das herausragende Ergebnis im Bereich »Interne Organisation« hervor, in dem die Stadt 84 Prozent der möglichen Punktzahl erreicht hat. Punkten konnte die Stadtverwaltung vor allem damit, dass auf der Arbeits-, Entscheidungs- und Beratungsebene die Arbeitsgruppen und Gremien funktionieren, um eine gute kommunale Klimaschutzpolitik zu ermöglichen.

Systematische Planung der Klimaschutzmaßnahmen, eingebettet in die städtische Haushaltsplanung, regelmäßige Berichte und Diskussionen in den politischen Gremien sowie die Information der Öffentlichkeit über die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen gehören dazu.

Neben der »Internen Organisation« hat der externe Gutachter, Leonard Meyer von der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award, das städtische Engagement in den Bereichen »Mobilität«, »Entwicklungsplanung, Raumordnung«, »Kommunale Gebäude und Anlagen«, »Kommunikation, Kooperation« sowie »Versorgung, Entsorgung« bewertet.

300 Kommunen dabei

In allen Sparten liegt Offenburg erheblich über der 50-Prozent-Marke. »Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, auf dem wir uns keineswegs ausruhen wollen«, stellt Schreiner klar. »Das Instrument des European Energy Award zeigt uns auch genau auf, wo wir noch nachlegen können.« Anregungen aus dem Audit sollen nun in die Planung der Klimaschutzmaßnahmen für den Aktionsplan 2017/2018 einfließen. 2020 will sich die Stadt erneut dem kritischen Auge eines externen Gutachters stellen, sonst verliert sie die Auszeichnung. OB Schreiner gibt sich zuversichtlich: »Unser Ehrgeiz ist geweckt. In den kommenden Jahren wollen wir auf Goldkurs gehen.«

Der EuropeanEnergy-Award (eea) ist ein internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für den kommunalen Klimaschutz. Etwa 300 Kommunen nehmen in ganz Deutschland am eea teil. Es gibt zwei Auszeichnungen: den eea bei mehr als 50 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl und den eea Gold bei mehr als 75 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl.

Die Stadt Offenburg hat die Teilnahme am eea 2012 mit dem Klimaschutzkonzept beschlossen und ist 2015 mit der Gründung des Energieteams in den Prozess eingestiegen. Udo Benz von der Ortenauer Energieagentur und Udo Schoofs von der Energieagentur Regio Freiburg begleiten den Offenburger eea-Prozess fachlich. Das Audit, das von dem externen Gutachter Leonard Meyer durchgeführt wurde, fand am 20. Dezember 2016 statt.

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