Schluckspecht fährt und fährt

13.06.2017 Mittelbadische Presse

Offenburg/London. Beim Shell Eco-Marathon in London geht es um Effizienz, sprich um die größtmögliche Reichweite mit einer begrenzten Menge an Treibstoff, schreibt die Hochschule. In der Klasse der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren hat der Schluckspecht 5 mit einer Reichweite von 321 Kilometern pro Liter Diesel nur knapp einen Pokal verpasst und durfte sogar ein zweites Mal an der Drivers Worldchampionship teilnehmen. Bei diesem Teil-Wettbewerb des Shell Eco-Marathons werde Effizienz mit Geschwindigkeit vereint, heißt es weiter. Die beiden Fahrer des Schluckspecht 5, Isabelle Mau, 24, aus Offenburg und Sammy Klaas, 24, aus Neuried-Altenheim, konnten mit den technischen Neuerungen am Fahrzeug und einer neuen Fahrstrategie den eigenen Rekord des letzten Jahres um rund 70 Kilometer pro Liter Diesel schlagen. "Das Wetter war perfekt für unseren Dieselmotor, wir konnten fast durchgehend im optimalen Leistungsbereich des Motors fahren", schwärmt Isabelle Mau: "Lediglich die viel befahrene Strecke wurde zur Herausforderung." In beiden Teil-Wettbewerben mussten die Offenburger laut der Hochschule so teilweise ausweichen oder sogar stark bremsen,wo durch leider wertvolle Kilometer im Endergebnis verschenkt wurden. Strom reicht weit. Auch der Schluckspecht 3, der in der batteriebetriebenen Klasse der Prototypen angetreten ist, konnte auf der stark befahrenen Strecke einen guten achten Platz einfahren unter den 29 Konkurrenten. Sein Endergebnis lautete 443 Kilometer pro Kilowattstunde elektrischem Strom. Die Fahrerinnen Vanessa Feißt, 20, aus Neuried-Dundenheim und Jasmin Streit, 21, aus Saarbrücken, sind stolz angesichts der erfolgreichen Wertungsläufe trotz des hohen Verkehrsaufkommens. "Das heiße Wetter war für uns im kleinen Schluckspecht wirklich heftig, durch die Sonne wurde es im Fahrzeug bis zu 50 Grad Celsius warm",berichtet Feißt und verrät:"Zum Glück konnte uns das Team Eiswürfel ins Fahrzeug schmuggeln, um für das 39-minütige Rennen zumindest etwas Kühlung zu haben."Im Gegensatz zu den gegnerischenTeams haben die Fahrzeuge der Offenburger Studierenden bereits am ersten Tag die technische Prüfung auf Herz und Nieren bestanden -die "Technical Inspection", die man erfolgreich abschließen muss, um auf die Rennstrecke zu dürfen, erläutert die Hochschule. Auch während der Wertungsläufe hatten die beiden Fahrzeuge kaum Probleme: Andere Teams hatten im Vergleich hierzu viel schwerwiegendere technische Probleme und blieben auf der Strecke liegen oder überschlugen sich durch Einstellungs- und Fahrfehler sogar in den Kurven. Schluckspecht-Teamleader Nico Koller, 23, aus Kappelrodeck, bilanziert: "Ich bin begeistert, wie unser Team zusammengearbeitet hat und wie alle aus sämtlichen Studiengängen ihr Wissen vereint haben,um das alles auf die Beine zu stellen. Es war einfach eine super Woche, und wir kehren sehr stolz nach Offenburg zurück."

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