Neue Märkte in Schwellenländern erschließen

4.08.2017 Lahrer Zeitung

Achern (red/vk). Tanja Gönner, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ehemalige Sozial- und Umweltministerin des Landes, ist im Acherner Ratssaal zu Gast gewesen. Im Rahmen der WRO-Vortragsreihe »Politik trifft Wirtschaft« referierte sie über Möglichkeiten mittelständischer Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Laut Wirtschaftregion Ortenau (WRO) ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durch ihre weltweite Präsenz, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, ein idealer Partner für Unternehmen. »Um die Entwicklungs- und Schwellenländer weiter voranzutreiben, ist die Zusammenarbeit aller Akteure, also der Zivilgesellschaft, der Politik und der Wirtschaft, nötig«, so Gönner. Um die Wirtschaft darin zu fördern, biete die GIZ die oft notwendige Unterstützung – etwa durch Netzwerke vor Ort und Kenntnisse zu ökonomischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Gründe für die Entwicklungszusammenarbeit gebe es zahlreiche: »Ein Unternehmen, das sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagiert, positioniert sich als werteorientiertes und nachhaltig handelndes Unternehmen«, so Gönner. Bei Entwicklungszusammenarbeit entstünden zudem Synergien, von denen alle Akteure profitierten. Unternehmen hätten unter anderem die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen, Lieferquellen zu sichern und Arbeitskräfte aus der lokalen Bevölkerung zu gewinnen. Außerdem könnten Wertschöpfungsketten gesichert sowie die Qualität und die Standards der Zulieferer vor Ort erhöht werden. Die Entwicklungszusammenarbeit wirke sich auch positiv auf die entwicklungspolitischen Ziele vor Ort aus, so Gönner. Die lokale Bevölkerung werde dadurch in den Wirtschaftskreislauf eingebunden – und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessert. Dadurch schaffe man in den sich entwickelnden Volkswirtschaften bessere Investitionsbedingungen und lege so die Grundlage für künftiges Wachstum.

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