Im Rekordtempo ist alles beim Kunden

6.09.2017 Mittelbadische Presse

Bis 19 Uhr muss alles raus, damit am nächsten Tag die Kunden die bestellten Waren in den Händen haben: Im Rahmen des »Offenes Werkstors« haben 57 OT-Leser erleben dürfen, wie die perfekte Logistik beim Bürobedarf-Versand Printus funktioniert.

Offenburg. Die beiden großen Firmengebäude des Bürobedarf-Versandhändlers Printus links und rechts der Carl-Zeiss-Straße im Industriegebiet Elgersweier - klar, die kennen die Offenburger. Nur, was hinter der Nummer eins im Online- und Versandhandel für gewerblichen Bürobedarf in Deutschland und der Nummer drei in Europa steckt, das durften 57 OT-Leser beim "Offenen Werkstor" vor Ort erleben und kamen dabei aus dem Staunen nicht mehr heraus. Allein die Zahlen und Fakten, die Personalchef Ralf Dieterich bei der einführenden Präsentation im klimatisierten Tagungsraum vorstellte, waren beeindruckend. So sind derzeit 35000 Markenartikel im Sortiment der Firmengruppe vom Filzschreiber über Druckerpatronen und Kaffeemaschinen bis hin zur kompletten Büro-Möblierung. Auch angrenzende Sortimente wie Unterhaltungselektronik oder Schul- und Werkstattbedarf werden von Offenburgaus in ganz Deutschland binnen 24 Stunden versendet. "Wir waren der erste Versandhändler, der dies bereits 1995 seinen Kunden garantierte, und dies frachtkostenfrei", erläuterte Dieterich. Drei Millionen Kunden in Deutschland, Österreich und Belgien vertrauen auf die logistische Meisterleistung aus Offenburg und den Firmengrundsatz: "Bis 17 Uhr bestellt, morgen bei Ihnen." An Spitzentagen verlassen über 65000 Pakete die Versandabteilung. Die meisten der derzeit 1300 Mitarbeiter arbeiten am Standort Offenburg. Zur Printus-Gruppegehört unter anderem auch der Werbeartikelversender Saalfrank sowie seit 2015 das zur Otto-Group gehörende "Otto Office" mit dazu. Firmeninhaber Hans R. Schmid investierte in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in Ausstattung und Technik, sondern stets auch in seine Mitarbeiter. Besondere Sozialleistungen werden ebenso gewährt wie ein Angelsee für Mitarbeiter, Sportsponsoring und eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg samt Finanzierung eines Masterstudiengangs. Gearbeitet wird bei Printus im Einschichtbetrieb. Ab 7 Uhr werden im Service-Center telefonisch die Bestellungen auf und die ersten Lieferantenlieferungen entgegengenommen. 2005 investierte Printus rund 65 Millionen Euro in das laut eigenen Angaben mit der modernsten Technologie Europas ausgestattete Logistikzentrum, das von den OT-Lesern in Augenschein genommen werden konnte. "Alles können wir Ihnen leider hier nicht zeigen, dazu würde einfach die Zeit nicht ausreichen", erklärte Dieterich, bevor in vier Gruppenaufgeteilt das dreistöckige Logistikzentrum samt Hochregallager erkundet wurde. Modernste Technik und eine hauseigene Software sorgen für perfekte Abläufe von der Warenannahme bis zum Paketausgang. Innerhalb von 90 Minuten wird eine Bestellung bearbeitet, denn Punkt 19 Uhr geht der letzte Lkw des Versandpartners DPD vom Hof. Bestellungen aus Nord oder aus dem Osten Deutschland haben Priorität, denn sie müssen weit vor 19 Uhr auf den Weg, um am nächsten Tag beim Kunden zu sein

Intelligentes Fließband

Eingegangene Kleinwaren werden von Mitarbeitern sofort in blaue Transportkisten verpackt und kommen ins Hochregallager. 180000 Einheiten haben hier Platz, dazu kommen noch rund 1500 Stellplätze für Palettenware. Bei Bestelleingang werden die benötigten Artikel ganz automatisch per intelligentem Fließband auf den Weg gebracht. Nicht nur das Mitarbeiterauge kontrolliert, ob der richtige Artikel auch ins jeweilige Paket kommt, sondern auch die stets aktive Waage. Mittels Strichcodierung landet jeweils der richtige Karton beim jeweiligen Kommissionierer, der die bestellten Waren aus den blauen Boxen nimmt. Wie gut das funktioniert, das durften die OT-Leser beim Rundgang selbst ausprobieren. Weitergedacht wird bei Printus auch beim nicht mehr benötigten Verpackungsmaterial, das komplett recycelt wird.

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