Autonomes Fahren im Kleinformat - Finale Offenburger holen zweiten Platz

21.11.2017 Lahrer Zeitung

Offenburg (red/vk). Das Team Autonomous Car Offenburg ("Taco") der Hochschule Offenburg hat beim Finale des "Audi Autonomous Driving Cup" den zweiten Platz geholt. Acht Teams hatten sich für die letzte Runde qualifiziert. Sieger wurde die Universität Illmenau, dritter die Universität Erlangen. Das Siegerteam erhielt 10 000 Euro, die Zweitplatzierten 5000 Euro und die Dritten 1000 Euro. Wie die Hochschule mitteilt, ist es bei dem Wettbewerb die Aufgabe der jeweils fünfköpfigen Teams, Automodelle mit autonomen Fahrfunktionen auszustatten. Antonia Uhlmann, Jens Fischer, Benjamin Leibinger, Rico Schillings und Lucas Hochberger aus dem Masterstudiengang Informatik hätten zusammen mit Dozent Klaus Dorer seit Mai hart gearbeitet, um Software für automatisches Einparken, Spurhalte- und Notbremsassistenten sowie Abstandstempomaten zu entwickeln. Als einziges selbst finanziertes Team habe sich das Offenburger Team für das Finale qualifiziert. Im Gegensatz zu den anderen von Audi gesponserten Teams habe man nur ein aktuelles Auto zur Verfügung gehabt. Im ersten Teil des Cups mussten die Modellautos auf einem Parcours selbstständig Hindernissen ausweichen. Dabei gab es auch vorausfahrenden Verkehr, Kreuzungen mit Querverkehr, überraschend querende Fußgänger und Verkehrszeichen. Im zweiten Schritt präsentierten die Teilnehmer ihre technischen Entwicklungen. Beim dritten Teil ließen die Teams ihr Fahrzeug eine selbst gestellte Aufgabe möglichst kreativ lösen - in diesem Jahr erstmalig mit künstlicher Intelligenz. Zum Schluss traten die besten Teams in den drei Wettbewerbsteilen gegeneinander an. Sie mussten unbekannte Fahraufgaben möglichst fehlerfrei absolvieren. Mit einem "Traumlauf" im Pflichtteil hätten die Offenburger Studenten die Basis für ihren Erfolg gelegt: Als einziges Team schafften sie es laut Hochschule, den ganzen Parcours am Stück zu durchfahren. "Das Team hat in den vergangenen Monaten bis zur Grenze der Belastbarkeit gearbeitet", lobt Dorer den Einsatz. Das sei auch nötig gewesen, um bei den im Projekt bearbeiteten Themen künstliche Intelligenz, Deep Learning und autonomes Fahren eine Spitzenposition zu erzielen. Beim Wettbewerb profitieren die Studenten und Audi laut Hochschule gleichermaßen. Für die Erstere sei es eine hervorragende Möglichkeit, Kontakte bei dem Automobilhersteller zu knüpfen. Gleichzeitig fördere Audi damit den Kontakt bei diesem sehr aktuellen Thema zwischen Hochschulen und Industrie.

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