Mehr Hilfe für Existenzgründer

24.11.2017 Mittelbadische Presse

Hornberg/Hausach. Es gibt immer weniger Gründer -und in der Ortenau nimmt die Zahl wegen der guten Arbeitsmarktsituation überdurchschnittlich stark ab. Die "Start.Up.connect", eine Existenzgründerinitiative der Ortenau, will kreativen Leuten mit Ideen bei der Gründung von Unternehmen bestmögliche Hilfe angedeihen lassen - vor allem jenen, die mit ihren Firmen dann auch wachsen wollen. Die Initiative versteht sich als Anlaufstelle für alle Gründerzentren der Ortenau, das ZIG Hornberg ist eines von vier, die sie in der Außendarstellung unter einem Dach zusammenfasst. Ihre Ziele sind, die Gründungsrate zu steigern, Gründer untereinander sowie mit Mentoren und Investoren zu vernetzen und sie zu unterstützen, damit aus einer bloßen Idee ein Unternehmen werden kann, erläuterte Leiter Florian Appel am Montag in der Interkom-Versammlung in Hausach. Sehr viel, das in Offenburg umgesetzt worden sei, lasse sich gut auch auf das ZIG in Hornberg übertragen. Zum Beispiel das Programm "Accelerator", das ein halbes Jahr lang berufsbegleitend Gründern hilft, einen Geschäftsplan mit Finanzierung zu erstellen- für die Teilnehmer völlig kostenlos. Bewerber dafür gebe es auch aus Villingen-Schwenningen, "die wären in Hornberg besser aufgehoben".
Idee "Co-working"
Auch das Projekt Hackathon wäre im ZIG möglich: Teilnehmer programmieren drei Tage lang eine Anwendung, für die besten gibt es Preise zu gewinnen. "Außer Internet und Pizza braucht man da nichts". Die Kosten würden von Sponsoren getragen, die sich davon neue Mitarbeiter erhoffen. Die dritte Idee lautet "Co-Working": Ein Büro mit fünf Arbeitsplätzen plus Besprechungsraum und Küche für Leute, die nicht nur daheim im Keller arbeiten wollen, sondern den Vorteil eines Firmensitzes mit Besprechungsraum, Drucker und Kaffeemaschine nutzen wollen. Werbematerialen würden dafür zur Verfügung gestellt, bei 99 Euro für 15 Tage und 149 Euro für einen festen Platz rund um die Uhr könnten sich die Kosten bei einer 60-porzentigen Auslastung in drei Jahren tragen, rechnete Appel vor.  "Bringen sie aber ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz mit", warnte er vorzu großen Erwartungen. Der Hornberger Bürgermeister Siegfried Scheffold schlug vor, das mal durchzurechnen und in den Haushalt aufzunehmen. "Ich bin optimistisch, dass wir damit mehr Leben ins ZIG bringen", sagte auch der Verbandsvorsitzende Manfred Wöhrle. Die Arbeiten am Dach des ZIG sind mit rund 292000 Euro abgerechnet. Die gut 30 000 Euro Zusatzkosten kämen von unvorherzusehenden Komplikationen, der notwendigen Erneuerung des Vordachs und einem zusätzlichen Windfang am Aufzug, erläuterte Architekt Fritz Wöhrle. Ansonsten lägen die Ein- und Ausgaben beim ZIG im Plan, berichtete Verbandsrechner Boris Groß.

zurück zu Presse