Hochschule Offenburg mit neuer Stiftungsprofessur

30.11.2017 Mittelbadische Presse

Die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik freut sich über die neue W2-Stiftungsprofessur »Mechatronic Systems Engineering«. In einem Antragsverfahren überzeugte die Hochschule Offenburg mit ihrem Konzept.

Offenburg (red/klk). Mit der Stiftungsprofessur "Mecha-tronic Systems Engineering", gefördert von der Carl-Zeiss-Stiftung, antwortet die Hochschule Offenburg auf die neuen Anforderungen der Digitalisierung in den technischen Studiengängen und die sich rasch verändernden Leistungsansprüche an Ingenieurinnenund Ingenieure. Das Konzept der Professur zielt darauf ab, die technischen Disziplinen wie Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Elektrotechnik enger mit den Fachgebieten der Informatik zu vernetzen und innovative Ansätze in Forschung und Lehre zu etablieren. Vor allem Big Dataund Data Analytics werden in die klassischen Ingenieursdisziplinen integriert.
Mit der Wirtschaft
Das Konzept sieht den Wissenstransfer innerhalb und außerhalb der Hochschule Offenburg vor und setzt auf Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft. "Die rasante Vernetzung und Digitalisierung in allen Lebensbereichen bieten erhebliche Lösungspotenziale für die vielen globalen Herausforderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie. Die Stiftungsprofessur ist Beleg für unsere bisher erfolgreiche Arbeit auf diesen Gebieten", so Hochschulrektor Prof. Dr.-Ing.Winfried Lieber. Die Professur greift aktuelle Fragestellungen bei der Modellierung von verteilten Systemen auf. Künftig brauchen Ingenieure fundierte Kenntnisse im Management großer Datenmengen sowie Kenntnis von Algorithmen zur Entwicklung von datengetriebenen Modellen. "Von der Professur sollen auch wichtige Impulse zur Modernisierung des Lehrkonzeptes in der Informatik ausgehen", so Prof. Dr. Treffinger, Studiendekan an der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik und einer der Initiatoren. Die Professur ist ein weiterer Baustein im Netzwerk der Professuren an der Hochschule, die sich in den Fakultäten mit dem Thema Digitalisierung und den methodischen Grundlagen für Anwendungen wie Robotik, Automotive, Energie oder Produktion befassen. Wie erfolgreich das sein kann, zeigt das Projekt um den humanoiden Roboter "Sweaty". Der fußballspielende Campus-Liebling vereint ein Team aus Professoren und Studierenden der Fachbereiche Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Medien und Informationswesen. Der Antrag für die Stiftungsprofessur wurde von mehreren regionalen Wirtschaftsverbänden und Forschungseinrichtungen unterstützt. Dazu zählen die Wirtschaftsregion Ortenau (WRO), der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (wvib), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sowie die Hahn-Schickard-Gesellschaft. "Der interdisziplinäre Ansatz entspricht den Entwicklungen des regionalen Arbeitsmarktes", so WRO Geschäftsführer DominikFehringer. "Für die Wirtschaftsregion Ortenau sind die Professur und das Konzept ein Gewinn." Und auch Christof Wittwer vom Fraunhofer ISE ist vom Potenzial der Stiftungsprofessur überzeugt: "Der Fokus der Professur Mechatronic Systems Engineering greift aktuelle Fragestellungen bei der Modellierung von verteilten Systemen auf."

zurück zu Presse