Firmen »maschinelles Lernen« beibringen

19.12.2017 Lahrer Zeitung

Projekt - Forschungsgruppe arbeitet an Lehr- und Lernkonzept / Zuschuss vom Bund

Offenburg (red/vk). Die Forschungsgruppe "Analytics and Data Science" der Hochschule Offenburg will das Thema "Maschinelles Lernen" in die regionalen mittelständischen Unternehmen bringen. Wie die Hochschule mitteilt, wird sas Forschungsprojekt "Menschen lernen maschinelles Lernen" nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms "IKT 2020 - Forschung für Innovationen" gefördert. Maschinelles Lernen ist laut Hochschule ein multidisziplinäres Fachgebiet. Das Einsatzgebiet selbstlernender Algorithmen sei groß - und gewinnversprechend für den Mittelstand. So könnten Unternehmen, die maschinelle Lernverfahren nutzten, sowohl ihren Umsatz als auch die Kundenzufriedenheit steigern und gleichzeitig Kosten reduzieren. "Leider verfügen Unternehmensmitarbeiter oft nicht über das notwendige Wissen, um maschinelles Lernen in ihren jeweiligen Fachgebieten einsetzen zu können", sagt Stephan Trahasch von der Hochschule Offenburg. Informatiker und Mathematiker wiederum verfügten selten über das notwendige Anwendungswissen. An diesem Problem setze das interdisziplinäre Forschungsprojekt an. "Unsere zentrale Forschungsfrage lautet: Wie hebt man das Potenzial von maschinellem Lernen für mittelständische Unternehmen und sorgt gleichzeitig für eine anwendungsorientierte Ausbildung der Studierenden?" Die Antwort soll ein neues Lehr- und Lernkonzept liefern, das im Rahmen des Projekts speziell für beide Zielgruppen entwickelt werden soll. "Das Konzept sieht zwei Phasen vor", erklärt der Offenburger Forscher: "Wir beginnen mit 'Machine Learning für die Praxis' mit einer Dauer von vier Monaten." Danach folge die fünfmonatige Phase "Machine Learning in der Praxis". In der ersten Phase stehe die anwendungsorientierte Vermittlung der Theorie maschinellen Lernens im Vordergrund. Dabei werde dem unterschiedlichen Hintergrund der Teilnehmer durch separate Unterrichtsformen Rechnung getragen. In der zweiten Phase würden dann gemischte Teams aus Unternehmensmitarbeitern und Studenten gebildet, die konkrete Projekte maschinellen Lernens aus den teilnehmenden Unternehmen bearbeiten sollen. "Wir möchten der Verknüpfung von Theorie und Praxis ebenso Rechnung tragen wie der Verknüpfung der Lernorte Hochschule und Unternehmen", sagt Trahasch. Schließlich seien diese die späteren Arbeitsorte für die Studenten. Beginn der ersten Phase ist Mitte März. Das Projekt ist für Teilnehmer kostenfrei. Ansprechpartner für interessierte Unternehmen ist Jürgen Prinzbach (Telefon: 0781/2 05 46 57, E-Mail: juergen.prinzbach@hs-offenburg.de).

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