Verkaufen im Internet: E-Commerce-Tag in der Oberrheinhalle Offenburg / Unternehmer treffen sich

23.02.2018 Mittelbadische Presse

Unternehmer haben sich beim E-Commerce-Tag 2018 in der Oberrheinhalle Offenburg über Chancen und Risiken der Digitalisierung des Handels informiert. Für die Region ist dabei wichtig: Die Betriebe sollen Hand in Hand zusammenarbeiten.

E-Commerce – elektronischer Handel – wird immer wichtiger, Tendenz weiter steigend. Händlern, Herstellern, Dienstleistern und allen Interessierten bot der ECommerce- Tag 2018 gestern in der Oberrheinhalle Offenburg darum die Möglichkeit, sich zu Themen des Online-Handels zu informieren.

Die Veranstaltung fand auf Initiative der Volksbank in der Ortenau / First Cash Solution GmbH, der E-Com-Region Ortenau, der IHK Südlicher Oberrhein und der ibi research, einem Forschungsinstitut der Universität Regensburg, statt. Zudem traten Experten aus dem Netzwerk des »E-Commerce Leitfadens« als Referenten auf und gaben Tipps zu Themen wie Shop-Systemen, Amazon, Google oder Ebay.

Der E-Commerce-Tag wurde von Nicole Hoffmeister- Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg eröffnet. In ihrem Vortrag »ECommerce in Baden-Württemberg und die Rolle der Politik« beleuchtete sie die Bedeutung der Digitalisierung für alle Lebensbereiche.

Die Ortenau sei dabei auf einem guten Weg. Gerade beim Breitbandausbau und dem Mobilfunknetz läge es jetzt aber auch an der Landesregierung, den digitalen Wandel voranzutreiben. In Baden-Württemberg gebe es da Nachholbedarf. »Der Handel ist schon weit digitalisiert. Doch was bedeutet das für den standortgebundenen Einzelhandel?«, fragte die Ministerin. So seien belebte Innenstädte die wichtigste Grundlage für eine funktionierende Nahversorgung. Um im Wettbewerb gegen den Online- Handel zu bestehen, müssen sich laut Hoffmeister-Kraut gerade mittelständische Unternehmen stetig weiterentwickeln und dem digitalen Wandel offen gegenüber stehen. Jeder benötige ein Verständnis für das Digitale, um im Großund im Einzelhandel erfolgreich zu sein.

Auch für Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner ist es wichtig, dass vor dem Hintergrund des digitalen Handels die Innenstädte attraktiv bleiben.

In einer Gesprächsrunde mit Schreiner, Thomas Breyer- Mayländer (Hochschule Offenburg), Markus Dauber (Volksbank in der Ortenau), Siegfried Sorg (Printus) und Brigitta Schrempp (Vizepräsidentin IHK Südlicher Oberrhein) beleuchteten die Teilnehmer die Auswirkungen von E-Commerce auf verschiedene Geschäftsmodelle. Dazu gehörte auch die Bedeutung für Finanzdienstleister, die Aussicht auf neue Ausbildungsberufe wie den E-Commerce-Manager und die Auswirkungen auf den physischen Einzelhandel. Die Hochschule und die IHK beschäftigen sich demnach auch mit der Digitalisierung der Arbeitswelt. Neue Studiengänge wie »Dialogmarketing und E-Commerce« zielen auf Studierende und angehende Geschäftsführer, die den Online- Handel für sich entdeckt haben.

Um den Einzel- und Großhandel in der Ortenau bestmöglich auf die digitale Welt auszurichten, waren sich die fünf Gesprächsteilnehmer einig: Die Region müsse sich als Ganzes sehen, und die handelnden Personen sollen erkennen, dass sie zusammenarbeiten müssen.

zurück zu Presse