563 000 Euro für die Hochschule

28.03.2018 Mittelbadische Presse

Das »Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand« fördert den Technologietransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Firmen. Die Hochschule Offenburg bekam für drei Projekte eine Fördersumme von insgesamt 563 000 Euro – vom Bundeswirtschaftsministerium.

Offenburg (red/klk). Das »Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand« (ZIM) ist ein Programm des Bundeswirtschaftsministeriums und fördert die Zusammenarbeit zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Das schreibt die Hochschule in einer Pressemitteilung.

Aktuell hat das Wirtschaftsministerium drei Projekte der Hochschule mit insgesamt 563 000 Euro genehmigt: »Sterntopologie« und »Fingergreifsystem « von Professor Thomas Wendt und »Zuse« von Professor Axel Sikora. Weitere sechs Projekte befinden sich in der Einreichungs- oder Genehmigungsphase. Mit fast 20 laufenden Projekten pro Jahr macht das ZIM-Programm einen wichtigen Anteil der Drittmitteleinnahmen für F&E an der Hochschule aus.

Das »Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand« wird an der Hochschule Offenburg mit großem Erfolg genutzt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der mittelständischen Wirtschaft entwickeln und testen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Ideen mit technologischem Innovationsgehalt und guten Marktchancen. Gerade kleinere Unternehmen, die oft nicht die Kapazitäten für eigene Forschung und Entwicklung haben, sind auf diese Form der Zusammenarbeit angewiesen. »Mit dem ZIM-Programm haben wir ein hervorragendes Instrument für die Verzahnung von Hochschule und Industrie an der Hand«, so Professor Elmar Bollin, Leiter des Instituts für Angewandte Forschung.

Die Projekte: Entwicklung eines dezentralen Multichannel- Sprachkommunikationssystems (ZUSE). Dabei geht es um reibungslose und störungsfreie Kommunikation in der heutigen Luftfahrt. Kommunikationssysteme ermöglichen einerseits die Kommunikation zwischen Bordpersonal eines Luftfahrzeugs und der Bodenstation und andererseits die Kommunikation der Besatzung an Bord.

Fördersumme: 185 000 Euro.

Zweites Projekt: Die Entwicklung einer Wireless- Technologie für sicherheitskritische Anwendungen (Sterntopologie). Um in der industriellen Fertigung den Marktanforderungen entsprechen zu können, kommt wandlungsfähigen, flexiblen Produktionssystemen eine immer größere Bedeutung zu.

Das Projekt zielt auf die Entwicklung einer neuen Wireless- Technologie für sicherheitskritische Kontexte wie Industrieautomation oder Medizintechnik.

Fördermittel: 188 000 Euro.

Drittes Projekt: Entwicklung eines Mensch-Roboter- Kollaborations-3-Fingergreifsystems mit Hilfe von 3D-Druck. Das Ziel ist die Realisierung eines Greifers, der unter dem Aspekt »Sicherheit« und »Feinfühligkeit« verschiedene Arten von Bauteilen oder auch empfindliche Objekte, wie ein Hühnerei greifen und halten kann. Aufgrund der Multifunktionalität wird es möglich sein, ein Wechseln des Greifers oder der Greifbacken bei unterschiedlichen Anwendungen zu vermeiden.

Fördersumme: 190 000 Euro.

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