Shorts – Grenzen überwinden

9.04.2018 Mittelbadische Presse

Die Shorts – das Dreiländer-Filmfestival der Hochschule Offenburg – finden zum 18. Mal statt. Am Dienstag, 10. April, eröffnet das Festival unter dem Motto »Filme ohne Grenzen«. 51 Filme werden gezeigt, inklusive Gespräche und Diskussionen mit den jungen Filmemachern.

VON SANDRA BIEGERT Offenburg. »Ich bin immer wieder überrascht, in welch hoher Qualität die jungen Filmemacher hier arbeiten«, sagt Heiner Behring, Professor an der Fakultät für Medien und Informationswesen der Hochschule Offenburg und Festivalleiter. An vier Tagen werden auf dem trinationalen Filmfestival Shorts studentische Produktionen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz im Forum-Kino in Offenburg präsentiert. Aus über 240 Einreichungen wurden nach Angabe der Hochschule 51 Filme ausgewählt, die in sieben Wettbewerbsblöcken präsentiert werden (siehe Hintergrund). Aus diesen Filmen hat die Jury vorab die Siegerfilme gekürt. Insgesamt werden diese mit 7700 Euro dotiert.

Das Filmfestival steht dieses Jahr unter dem Motto »Filme ohne Grenzen«. Für Behring ist das Motto Programm. Die eingereichten Filme würden sich auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen beziehen. »Es sind Grenzen und Mauern in den Köpfen und der realen Welt entstanden. Die Filme sind grenzüberschreitend und wehren sich gegen diese Mauern, sie sprechen von einer multikulturellen Gesellschaft und einem neuen Miteinander «, so Behring.

Für den Festivalleiter überwinden die Shorts als trinationales Festival bereits Grenzen. Offenburg am Oberrhein ist für ihn der perfekte Standort, und er hofft, dass sich die Shorts als angesehenes Filmfestival weiter in der Region und der Szene der Filmemacher etablieren. »Wir haben das Ziel, dass die Shorts zu einem Marktplatz des Austauschs zwischen den jungen Filmemachern werden, zu einem Treffpunkt, an dem sie diskutieren und über Erfahrungen sprechen können«, so Behring.

Das Festival ist gewachsen, was Behring vor neue Herausforderungen stellt: Man wird weiter auf Sponsorensuche gehen müssen. Ihm liegt daran, es in Offenburg zu halten, »damit die Filme von einem Ortenau- Publikum gesehen werden können«. Denn die studentischen Produktionen seien ganz anders als das, was sonst im Kino läuft. Das könne man bis Freitag, 13. April, erleben. »Jeder Tag ist interessant«, sagt Behring.

Es wurde versucht, die Filme nach Themen zu ordnen. Der Mix aus unterschiedlichen Stilen, Genres und Formen würde das Festival interessant machen. Behring misst den eingereichten Beiträgen eine hohe Qualität bei – inhaltlich wie handwerklich. Für ihn persönlich gehen bei einem guten Film Ästhetik und Inhalt Hand in Hand.

Besonders erfreut ist er über den neuen »Filmpreis Freiheit der Stadt Offenburg«, der dieses Jahr zum ersten Mal vom Kulturbüro über alle Kategorien vergeben wird. »Dieser Preis zeigt das Engagement der Stadt und die Akzeptanz, die unser Festival in der Region erreicht hat.«

Auch die Hochschule vergibt erstmals einen Hochschulfilmpreis über alle Kategorien, der die Produktionen der Hochschule Offenburg würdigen soll. Dieser wurde vom Verein der Freunde und Förderer der Hochschule gestiftet.

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