Kronenplatz wird Ende Mai fertig

14.04.2018 Mittelbadische Presse

Die Bauarbeiten am Offenburger Kronenplatz sollen Ende Mai fertig sein. Bei einer Baustellenbesichtigung hat Bürgermeister Oliver Martini über den aktuellen Stand der 1,3-Millionen- Euro-Investition informiert. Die Zufahrt soll zukünftig nur eingeschränkt möglich sein.

VON SOPHIA KÖRBER Offenburg. Der Kronenplatz in Offenburg nimmt seit Beginn der Bauarbeiten im November langsam, aber sicher Formen an. Zu einer Baustellenbesichtigung hat Baubürgermeister Oliver Martini am Donnerstag eingeladen, um den aktuellen Fortschritt zu präsentieren. Die 6000 Quadratmeter große Fläche zwischen der Kronenwiese, dem Obi-Parkplatz und den Werkswohnungen soll zukünftig aus Grünflächen, Parkplätzen und Sitzmöglichkeiten bestehen, um den Bewohnern einen Freiraum zu bieten.

Der Kronenplatz solle im Vergleich zum Marktplatz in der Gestaltung grüner werden und damit Offenburg weiter aufwerten, betonte Martini. »Früher wurde hier wild geparkt, und es gab einen wahnsinnigen Baumbestand. Es war gar nicht erkennbar, wie groß die Fläche überhaupt ist. Zum Vergleich: Der Marktplatz hat 2000 Quadratmeter weniger«, sagte er. Derzeit laufe alles nach Plan, sodass die Bauarbeiten wahrscheinlich Ende Mai abgeschlossen werden.

Die Entwicklung eines Entwurfs sei anfangs nicht leicht gewesen, da der Platz verschiedenen Anforderungen gerecht werden müsse. »Der Platz soll für die Anwohner eine Art Quartiersmittelpunkt darstellen, es müssen aber auch Stellplätze vorhanden sein, und der Platz soll als gewisses Entrée für das ganze Mühlbachareal dienen«, erklärte Philip Denkinger, städtischer Projektleiter für Grün und Umwelt.

Als besondere Herausforderung hätten sich die ungleichmäßigen Gebäudekanten herausgestellt. »Wir haben hier keinen gefassten urbanen Platz wie am Marktplatz, sondern ein sehr heterogenes Umfeld «, erklärte er. Das Ziel sei es deshalb, dass der Platz eine starke Identität entwickelt, um überhaupt als solcher wahrgenommen zu werden. Ein Stilmittel, auf das Denkinger zurückgreift, seien 60 Zentimeter breite Einfassungen aus Metall, die eine Rasenfläche umrahmen. Der Platz erhalte dadurch die Form eines Trapezes oder, wie Denkinger passend zum Namen betonte, die eines »Kronenzacken«.

»Die Gestaltung ist eigentlich einfach und simpel. Solche Einfassungen aus Metall in dieser Breite gibt es bislang aber nur sehr selten, deshalb haben wir auch etwas Originelles «, sagte Denkinger. Zwischen den Grünflächen sei der Plan, Bänke aufzustellen. Mit einer Querung im nördlichen Teil des Parks möchte man außerdem eine Verbindung zum Mühlbach schaffen.

Neben der neuen Gestaltungsidee sei auch eine Veränderung des Verkehrsaufkommens geplant, um den häufig als Durchfahrt genutzten Bereich ein wenig zu beruhigen. »Je nach dem hatten wir hier teilweise 100 wild parkende Autos. Mit 44 Parkplätzen möchten wir das zukünftig besser steuern«, erklärte Bernhard Mußler, städtischer Projektleiter Straßenbau. Die Parkplätze seien mit Tages- oder Stundenkarte kostenpflichtig. Aber auch die Straßenführung verändere sich: »Früher hatten wir hier drei Straßen, jetzt gibt es nur noch eine mit Tempo 30 und eine Fußgänger- und Radfahrachse.«

Um den Autoverkehr weiter zu reduzieren, sollen zukünftig auch die Zufahrten an den Werkswohnungen und vom Obi-Parkplatz geschlossen werden. »Natürlich haben wir zwar einen Parkplatzsuchverkehr und die Anwohner, aber dafür keine Autofahrer mehr, die schnell zum Baumarkt oder zur Wasserstraße wollen.«

Der Fahrbahnbereich und die Stellplätze seien bereits fertig, jedoch noch nicht freigegeben. In den kommenden Wochen sollen die Bepflanzung und die Bepflasterung im Innenbereich des Parks folgen.

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